Im Jahr 2005 gab es einen besonderen Anlass zu feiern: Das 30-jähriges Bestehen der Feuerwehr Herne! Moment? 30 Jahre? Das geht doch gar nicht! Schließlich sind die Löschzüge viel älter, bestehen seit mehr als 100 Jahren. Richtig, aber bis 1975 gab es auch nicht „die Feuerwehr Herne“, dafür aber zwei Städte, Herne und Wanne-Eickel, mit ihren jeweils eigenen Feuerwehren.

Mit der kommunalen Neuordnung wurden beide Städte am 1. April 1975 zur heutigen Stadt Herne zusammen-gelegt, auch die Verwaltungen und damit auch die Feuerwehren. Daher wurde 2005 das dreißigste Jubiläum gefeiert.

Dem zahlreich strömenden Publikum wurde viel geboten. Zum einen konnten die neuesten Einsatzfahrzeuge bestaunt, zum anderen gab es ein buntes Rahmen programm.

Der Löschzug Eickel zeigte seine wohlbekannte, aber immer wieder eindrucksvolle Fettexplosion. Die Löschzüge Süd und Mitte stellten die Dekontaminationseinheit vor und informierten über den vorbeugenden Brandschutz. Der Löschzug Holsterhausen präsentierte den Abrollbehälter Rettungsdienst zusammen mit den aufblasbaren Zelten.

Die Jugendfeuerwehr war mit einem großen Aufgebot vertreten. Im eigenen Großzelt wurde auf einer Videoleinwand mit einer Multimediashow die Jugendfeuerwehr vorgestellt. Die vielen jugendlichen Besucher und Kinder konnten an der Spritzwand bereits für den „heißen“ Einsatz trainieren und an verschiedenen Spielen ihre Geschicklichkeit testen.

Der Stadtfeuerwehrverband war mit seinem eigenen Stand vertreten und informierte viele interessierte Besucher über die Aufgaben der Feuerwehr und des Stadtverbandes.

Ein Höhepunkt des Tages war der Auftritt der Feuerwehrartisten aus Recklinghausen: die „Florentinos“ zeigten großes artistisches Können und sorgten für ausgezeichnete Unterhaltung.

Die Berufsfeuerwehr zeigte Vorgehen und Taktik bei einem Gefahrguteinsatz. Bei herrlichem Spätsommerwetter durften zwei Kameraden in Chemikalienschutzanzügen schwitzen und einen gefährlichen Stoff bergen.

Die Höhenrettung erklomm das Rathaus und demonstrierte ie Rettung einer Person aus großer Höhe.

Um 16 Uhr fand das Fest ein Ende. Nachdem die Ausrüstung wieder zusammengepackt und vernünftig verstaut war, waren sich alle einig: ein gelungenes Jubiläum!