Ein in Brand geratener Dachstuhl sorgte am Sonntag (18.04.2010) gegen 15:30 Uhr für einen ausgedehnten Einsatz der Berufs- sowie der Freiwilligen Feuerwehr.
Bei dem Brandobjekt auf der Märkischen Straße handelte es sich um ein Reihenhaus mit 8 Wohnungen, verteilt auf 4 Geschosse mit einem ausgebauten Dachgeschoss.

Schon auf der Anfahrt konnten die eintreffenden Kräfte eine starke Rauchentwicklung und deutlich sichtbare Flammen im Dachbereich feststellen.

In Brand geraten war der Spitzboden oberhalb beziehungsweise unmittelbar angrenzend an einer ebenfalls im Dachgeschoss liegenden 3½-Zimmer-Wohnung.

Glücklicherweise konnten sich sämtliche Bewohner bereits aus dem Gebäude retten.

Drei von ihnen klagten allerdings über Atembeschwerden, zwei mussten nach notärztlicher Untersuchung in das Evangelischen Krankenhaus in Eickel verbracht werden, darunter auch der 19 Jahre alte Mieter der Dachwohnung.

Die Brandbekämpfung erfolgte über die Wenderohre der Drehleitern der Wache 2 sowie nach deren Eintreffen der Wache 1. Daneben gingen mehrere Trupps unter Atemschutz in dem Gebäude vor.

Die Märkische Straße, welche aufgrund von Bauarbeiten ohnehin relativ eng ist, wurde während des Einsatzes durch Beamten der Polizei Bochum vollständig gesperrt. Weiterhin wurden die beiden an das Brandobjekt grenzenden Nachbarhäuser vorsorglich geräumt.

Da beide Wachen der Berufsfeuerwehr gebunden waren, wurde die Rufbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert, um für die Einsatzdauer den Brandschutz im Stadtgebiet sicherzustellen beziehungsweise die Einsatzstelle zwecks Nachlöscharbeiten zu übernehmen.

Auch hierzu wurden zwei, später Trupps unter Atemschutz einsetzt. Es mussten Teile der Dachgaube sowie die Zimmerwände vorsichtig geöffnet werden, um Glutnester ablöschen zu können. Eine Erfolgskontrolle wurde mit Hilfe der Wärmebildkamera durchgeführt.

Insgesamt waren 20 Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz sowie 25 Kräfte der Löschzüge Eickel, Holsterhausen und In der Wanne, zum Teil als Grundsicherung für das Stadtgebiet an den Standorten, zum Teil vor Ort.

Nach Abschluss dieser Arbeiten am frühen Abend konnten die Bewohner der Nachbargebäude wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Das Brandhaus wurde vom Versorgungsnetz (Gas und Strom) getrennt und der Polizei zwecks Ermittlung der Brandursache übergeben.

Da es bis auf weiteres unbewohnbar ist, mussten die Bewohner bei Verwandten untergebracht bzw. eine Notunterkunft bereitgestellt werden. Die Brandursache wird derzeit noch ermittelt, an dem Gebäude entstand ersten Schätzungen zufolge ein Sachschaden im sechsstelligen Bereich.