Der ausgedehnte Brand von zwei großen, aneinander angrenzenden Gartenlauben führte am Sonntagmorgen (13.06.10) zum Einsatz der Feuerwehr an der Mulvanystraße. Ein Anwohner hatte das Feuer mit der starken Rauchentwicklung entdeckt und den Notruf gewählt.

Bereits beim Abmarsch von der Feuerwache 1 um kurz nach fünf Uhr war aus zwei Kilometern Entfernung eine rund 30 Meter hohe Rauchsäule zu erkennen, so daß auch die Wache 2 alarmiert wurde. Beim Eintreffen an der Mulvanystraße brannten zwei größere Gartenlauben in voller Ausdehnung.

Das abgelegene Objekt befindet sich auf einem 1000 m² Grüngelände zwischen dem Funkturm und der Bahnstrecke von Herne nach Wanne-Eickel, so daß über mehrere hundert Meter eine Wasserversorgung aufgebaut werden mußte.

Im ersten Angriff wurde der Werfer des Großtanklöschfahrzeugs eingesetzt, bis schließlich drei C-Rohre aus unterschiedlichen Richtungen den Brand bekämpften. Insgesamt waren 24 Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz.

Personen befanden sich nicht in Gefahr. Es gelang, mehrere Kleintiere in einem Stall vor dem anrückenden Feuer zu bewahren. 20 Kaninchen und 10 Hühner wurden schließlich gerettet.

Insgesamt vier Propangasflaschen konnten aus den Flammen geborgen werden. Zuvor war bereits eine Gasflasche explodiert. Auch etwa eine Stunde nach Einsatzbeginn lag am Harpener Weg noch kräftiger Brandrauch in der Luft.

Die Freiwillige Feuerwehr mit den Löschzügen Sodingen und Baukau übernahm um 06:40 Uhr zur abschließenden Brandbekämpfung die Einsatzstelle. Sie war mit vierzehn Einsatzkräften vor Ort. Nach einer ersten kriminalpolizeilichen Untersuchung konnten die weiteren Nachlöscharbeiten gegen 09:00 Uhr abgeschlossen werden.

Polizei sucht Zeugen!

Bereits im April und Mai 2010 kam es zu ausgedehnten Laubenbränden im Stadtgebiet, unter anderem an den Bahngleisen an der Juliastraße. Die Kriminalpolizei ermittelt. Inzwischen gehen die Kriminalbeamten des Bochumer Brandkommissariat nach dem derzeitigen Ermittlungsstand von einer Brandstiftung aus. Sie bitten unter der Rufnummer 0234 / 909-4110 um Hinweise von Zeugen.