Am Donnerstag war abends so einiges los auf dem Schulhof der Gustav-Adolf-Schule: „Brand im Keller des Gebäudes und auf dem Schulhof vor dem Gebäude. Zwei Personen werden vermisst.“
Na, wenn das mal keine Brandstifter waren!

Beim zweiten Blick stellten sich die „Feuerteufel“ allerdings als Feuerwehrleute heraus, das „Feuer“ bestand aus Disconebel und Scheinwerfern.
Klar, es war ja auch eine Übung der Jugendfeuerwehr Unser Fritz!

Im Seitenkriechgang auf Vermisstensuche

Ziel der Übung war, neben dem bei uns immer wichtigen Spaßfaktor, den jungen Nachwuchskräften das Vorgehen im Innenangriff so realistisch, wie es uns möglich ist, nahe zu bringen. Und da gibt es einiges zu beachten: Das richtige Vorgehen und Absuchen der Räume, das sichere Öffnen von Türen, Funkkontakt halten, Atemschutzüberwachung – und das alles dank Nebelmaschine und Dunkelheit unter „Null-Sicht-Bedingungen“.

Für die Übung genutzt wurden die Schulungsräume des Löschzuges Holsterhausen, welche sich im Kellergeschoss der Schule befinden. Zwei Löschgruppenfahrzeuge und ein Gerätewagen Transport rückten zur Übung an.

Während sich die Besatzung des LF 8/6 um die Wasserversorgung und die Brandbekämpfung im Außenbereich kümmerte, ging die Gruppe des LF 16/12 in den Keller vor – jeweils Truppweise, begleitet von einem Ausbilder, der das Vorgehen erläuterte und Hilfestellung gab.

Raum für Raum drangen der Reihe nach die Angriffstrupps in die drei unterschiedlich stark verrauchten Räume vor. Türen wurden abgetastet, Hindernisse aus dem Weg geräumt, so schließlich die Vermissten gefunden und gerettet sowie das „Feuer“ gelöscht.

Während dessen wurde eine Wasserversorgung quer über den gesamten Schulhof aufgebaut, um so ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile zu verhindern.

Nach einer kurzen Pause und einer „Manöverkritik“ wurden dann die Fahrzeugbesatzungen getauscht, so dass jeder Jugendliche mal beim Innenangriff „an der Reihe“ war.

Nachdem der Rauch sich buchstäblich verzogen hatte und alles Gerät wieder aus den Fahrzeugen lag, machten wir uns erschöpft aber sehr zufrieden auf dem Weg zurück zum Gerätehaus. Ein Dienstabend, der allem Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben würde, ging damit zu Ende.