„Einsatz Löschzug, BMA ausgelöst, FA Milchbauer“ – So war das fiktiver Einsatzstichwort, mit der unser Löschzug am 22.10.2011 zur Jahresabschlussübung ausrückte. In dem Gebäude hatten mehrere Rauchmelder angeschlagen und es sollte nach ersten Informationen mindestens eine Person vermisst werde.

Mit einem LF 16/12, einem LF 8/6 und dem GW Rett (als „RTW“) rückten wir gegen Mittag zur Straße „Am Großmarkt“ aus. Vor Ort stellte sich dann nach Befragung des „Betriebsleiter“ schnell heraus, dass die Anzahl der Vermissten Personen weit höher sei und bei 4 bis 5 liegen dürfte. Eine erste Lageerkundung und das Ablesen der „Übungs-BMA“ wies auf eine Brandstelle in der Halle hin. Für die Trupps im Innenangriff war die Größe und Verwinkelung des Lagerhauses eine große Herausforderung, zumal das Gebäude komplett abgedunktelt war und Handlampen zur Simulation des Effektes der Verrauchung nicht eingeschaltet werden durften.

Insgesamt wurden fünf Trupps in das Brandobjekt geschickt, in erster Linie zur Menschenrettung. Ein Trupp verblieb währenddessen als Sicherheitstrupp in Bereitstellung, damit waren die personellen Kapazitäten der beiden Löschgruppenfahrzeuge ausgereizt. Bewusst wurde bei der Übungsvorbereitung eine Lage gewählt, welche im Grunde eine größere Zahl von Einsatzkräften und Fahrzeugen erfordert hätte, um so alle Beteiligten den Grenzbereich des Machbaren aufzuzeigen.

Die Trupps fanden im laufe der Übung insgesamt 5 vermisste Personen – davon waren drei Übungspuppen, zwei Verletzte wurden dankenswerterweise von Jugendlichen der JF Unser-Fritz gespielt. Insgesamt dauerte die Übung bis zum Kommando „Feuer aus“ rund eine Stunde – danach war ersteinmal Aufräumen angesagt. Vorbereitet wurde die Übung von zwei Mitgliedern unseres Löschzuges, welche den „Einsatz“ als Beobachter begleiteten und zusammen mit den eingesetzten Kräften danach Bilanz zogen.

Insgesamt waren grade wegend des herausfordernden Szenarios mit der Übung sehr zufrieden, an dieser Stelle daher noch einmal ein großes Dankeschön: An die Firma „Der Milchbauer“ für das zur Verfügung stellen des Lagerhauses als nicht ganz alltäglichen Übungslage, an unsere jungen „Verletztendarsteller“ und natürlich auch an unsere beiden Übungsleiter.

Jetzt kann der Winter gerne kommen 😉