„Springende Ems“ – unter diesem Szenarionamen nahm der Löschzug Röhlinghausen vom 15. bis 16. Oktober 2011 an einer Katastrophenschutzübung unter der Leitung des Kreisverbindungskommandos der Stadt Herne (KVK) auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Münster-Handorf teil.

Neben den knapp 50 Mitgliedern der Hilfsorganisationen THW (OV Wanne), Malteser Hilfsdienst Herne (MHD), Johanniter Unfallhilfe Wanne (JUH), Arbeiter Samariter Bund Gelsenkirchen-Herne (ASB) sowie dem KVK Herne und der DLRG Münster war der Löschzug Röhlinghausen mit 18 Kameraden an der ganztägigen Übung beteiligt, deren Aufgabe darin bestand, parallel die Rettung und Versorgung von Vermissten sowie einen Wassertransport über eine lange Wegstrecke herzustellen.

Nachdem der Löschzug um 06.30 Uhr am Gerätehaus Plutostraße angetreten war, ging es um 07.15 Uhr im Verband mit dem THW (OV Wanne) Richtung Münster. Die 8 Fahrzeuge umfassende, beflaggte Kolonne erregte einiges Aufsehen unter den Autofahrern, die Fahrt verlief jedoch ohne weitere Zwischenfälle, so dass pünktlich um 09.00 Uhr der Bereitstellungsraum auf dem Bundeswehrübungsgelände angefahren werden konnte. Nach der ersten Verpflegung der Einsatzkräfte durch den MHD auf dem Truppenübungsplatz und der Begrüßung durch den Oberstleutnant Phäler (KVK) erfolgte eine kurze Lagebesprechung und Besichtigung des eigentlichen „Einsatzortes“ durch die verschiedenen Hilfsorganisationen (HiOG).

Die Aufgaben waren dabei wie folgt verteilt: THW Wanne – Bau einer Seilbahn über die Ems zur Versorgung und Transport von Verletzten, ASB Herne – Aufbau eines Behandlungsplatzes und Sicherstellung des Transportes von Geretteten, MHD – Versorgung der Einsatzkräfte, JUH – Darstellung von Verletzten, KVK – Krisenstab.
Für den Löschzug Röhlinghausen stand folgender Übungsauftrag an: Wasserentnahme mittels TS aus der Ems (Überbrückung eines 5m Höhenunterschiedes). Befüllung eines Ausgleichsbehälters zur Sicherstellung eines Pendelverkehrs mit 2 Fahrzeugen. Gleichzeitig Wasserversorgung über lange Wegstrecke (1,2 km) mit Ausgleichspumpe in einen Faltbehälter. Aufrechterhaltung einer konstanten Wasserabgabe über Ringmonitor.

Um 10.30 Uhr startete das offizielle Übungsszenario. Innerhalb kurzer Zeit waren die Wasserversorgung und der Pendelverkehr hergestellt, so dass die Wasserabgabe kontinuierlich sichergestellt werden konnte. Gegen 12.30 Uhr erfolgte eine weitere Verpflegung der Einsatzkräfte durch den MHD im Feld.

Insgesamt wurde das Übungsszenario bis 17.30 Uhr aufrechterhalten. Dabei unterstützen die Kameraden des Löschzuges auch die HiOG bei der Bewältigung verschiedener Aufgaben; sei es als Tragehilfe für Verletze oder als Transportunterstützung.

Gegen 18.30 Uhr erreichte der Löschzug dann die Manfred-von-Richthofen-Kaserne in Münster, die dem Löschzug sowie allen anderen HiOG als Unterkunft für die Nacht dienen sollte. Nach einer hervorragenden Verpflegung durch die Malteser saß man noch bis spät in der Nacht zusammen, um die Ereignisse des Tages revuepassieren zu lassen. Nach einer kurzen Nacht nahmen alle am nächsten Morgen noch zusammen das Frühstück ein, bevor sich jede Organisation zurück auf den Weg nach Hause machte. Dort angekommen folgten noch die zeitraubende Bestückung des Fahrzeugs und eine umfangreiche Fahrzeugpflege, da das Szenario in unbefestigtem Gelände stattfand.

Alle waren sich einig, dass von einer gelungenen Übung gesprochen werden kann. Das Szenarioziel ist schnell und effektiv bearbeitet worden. Auch der kameradschaftliche Teil ist nicht zu kurz gekommen, so dass die Übung „Springende Ems“ einen guten Schlusspunkt unter das Übungshalbjahr des Löschzugs Röhlinghausen setzte. Nicht zuletzt sei auch der guten Kooperation mit den Hilfsorganisationen gedankt sowie der Organisation des KVKs bzgl. Unterkunft und Übungsplatz. Der Löschzug will sich auch im nächsten Jahr an einer Übung dieses Umfangs beteiligen.