Am Freitag Mittag, den 10.08.2012 kam es auf der Bahnhofstraße zu einem Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus. Dabei wurden fünf Personen durch Rauchgasvergiftungen verletzt.

Nachdem die Einsatzkräfte der Feuerwehr Herne per Notruf informiert wurden, rückten zunächst Kräfte der Berufsfeuerwehr aus den beiden Wachen 1 (Herne) und 2 (Wanne-Eickel) zu dem Wohn- und Geschäfthaus an der Ecke Bahnhofstraße/Behrensstraße aus. Die Mitarbeiter der Apotheke im Erdgeschoss hatten sich bereits insFreie gerettet, drei Personen befanden sich noch in den Wohnungen.

Im 1. Obergeschoss befand sich ein Mann, der am Fenster stehend die Einsatzkräfte mit einem Fingerzeig auf weitere Personen in der darüber befindlichen Brandwohnung hinwies. Diese Personen, eine Mutter mit ihrem 7-jährigen Kind, konnten rechtzeitig mittels einer Drehleiter über das Fenster gerettet werden. Der Einsatzleiter, Uwe Windener, lobte den Nachbarn, der damit zu einer schnellen Rettung beigetragen hatte. Der Mann im 1. Obergeschoss konnte über das Treppenhaus gerettet werden.

Kurz nach der Berufsfeuerwehr wurden die beiden Löschzüge Röhlinghausen und Bickern-Crange der Freiwilligen Feuerwehr, die an diesem Tag Bereitschaft hatten, alarmiert. Zunächst stellten diese von den Gerätehäusern aus den Grundschutz im Stadtgebiet sicher. Wenig später beorderte die Leitstelle zwei Kameraden mit demGerätewagen Transport (GW-T) zur Einsatzstelle, um benutzte Atemschutzgeräte und Schläuche vor Ort auszutauschen. Noch vor Eintreffen des GW-T löste der LZ Röhlinghausen mit einem Löschgruppenfahrzeug LF16 TSW (Stärke 1/1/5) die beiden Wachen der Berufsfeuerwehr zwecks Brandnachschau ab.

Nachdem die Besatzung des GW-T einen ersten Gerätetausch an der Wache 1 vollzogen hatte, wurde festgestellt, dass es zu einer Rauchentwicklung, in der Dachgeschosswohnung kam, die stets an Stärke zunahm. Schnell wurde der Angriffstrupp in die Brandwohnung geschickt und nahm ein weiteres C-Rohr vor. Der LZ Bickern-Crange wurde ebenfalls zur Einsatzstelle gerufen, um die Löscharbeiten zu unterstützen und die Verrauchung mittels Überdrucklüfter zu bekämpfen. In der Brandwohnung wurde währenddessen die Zwischendecke aufgesägt, da es in diesem Bereich noch brannte.

Insgesamt fünf Verletzte hat der Brand gefordert. Der Notarzt stellte per C0-Bluttest Rauchgasvergiftungen fest. Die drei Hausbewohner wurden anschließend in Herner Krankenhäusern stationär behandelt. Auch zwei Apotheken-Mitarbeiter wurden ins Krankenhaus gefahren, konnten es aber wenig später wieder verlassen. Noch ist die Brandursache unklar; die Kriminalpolizei wird die Ermittlungen aufnehmen. Nachdem auch die letzten Glutnester gelöscht und ein Statiker die beiden Wohnungen für unbewohnbar befunden hat, rückten beide Löschzüge gegen 19:30 Uhr wieder ein.