Eine Jahresabschlussübung gehört, wie die Berichte der letzten Tage ja auch zeigen, zur Abrundung des Sommerhalbjahres einfach dazu. So trafen sich entsprechend am 17. November auch die Mitglieder des Löschzuges Holsterhausen, schon traditionell unterstützt von Mitgliedern der der Jugendfeuerwehr Unser-Fritz als „Verletzte“.

Das Szenario: In den Jugendräumen unter der Schwimmhalle der Gustav-Adolf-Schule haben sich ein paar Schüler getroffen. Warscheinlich aufgrund eines technischen Defektes kam es in dem kleinen Cafe auf der rechten Gebäudeseite zu einem Brand, der erst unbemerkt schwelte, sich dann aber nach einer Durchzündung rasch ausbreitete. Schnell führte dies zu einer dichten Verqualmung, insgesamt 6 Personen gelang daher keine Flucht mehr aus dem Gebäude. Eine weitere Person konnte sich zwar durch ein Fenster des Cafes retten, zog sich dabei aber eine tiefe Schnittwunde zu und lag ohne weitere Fluchtmöglichkeit in einem Lichtschacht.

„Alarmiert“ wurden gegen 12:30 zwei Löschgruppenfahrzeuge. Nach der Ankunft bildeten die Gruppenführer zwei Einsatzabschnitte, einen Abschnitt „Innenangriff“ über den Vorplatz der Jugendräume (LF 16/12), einen „Schachtrettung“ (LF 8/6) über den angrenzenden Schulhof. Der Angriffstrupp des LF 8/6 wurde im Einsatzverlauf außerdem zur Unterstützung der Personensuche im Gebäude an das LF 16/12 abgegeben.

Insgesamt galt es, vier große Räume sowie zwei kleinere Sanitärräume zu durchsuchen. Da an diesem Objekt noch nie geübt wurde, war der Grundriss keinem Trupp bekannt. Auch die völlige Vernebelung sowie Licht- und Geräuscheffekte von einem „Firefake“ (einem „virtuellem Feuer“), einem „Gebäudealarm“ sowie Hilferufe sorgten für Stress, unter dem die Trupps die Vermissten finden mussten. Parallel gingen zwei Trupps entsprechend vor. Züging konnte ein erstes Opfer direkt im Eingangsbereich gerettet werden. Beim weiteren Vorgehen stellte sich heraus, dass sich zwei Verletzt in einen nicht verrauchten Raum retten konnten und dort auf Hilfe warteten. Nachdem ein Fenster geöffnet wurde konnten beide Personen schnell herausgebraucht werden. Im Weiteren Verlauf wurden auch die drei weiteren Opfer (Hierbei handelte es sich um Dummypuppen) sowie eine Gasflasche gefunden.

Parallel konnte die verletzte Person über eine Steckleiter aus dem Lichtschacht gerettet werden, anschließend führte die verbliebene Gruppe des LF 8/6 durch die Fenster am Lichtschacht eine weitere  „Brandbekämpfung“ von außen durch.

Insgesamt dauerte der Einsatz rund 30 Minuten, dann wurde „Feuer aus“ gemeldet. Anschließend ging es zusammen ans Aufräumen und Lüften, denn der „Rauch“ sollte natürlich nicht in den Räumen bleiben. Dannach wurde noch eine ausführliche Nachbesprechung durchgeführt, daneben auch der Grill angeworfen…

An dieser Stelle möchten wir nochmal Danke sagen an die Mitglieder der JF Unser-Fritz für das Mimen der „Opfer“ sowie unserem Schminkteam für das Umsetzen der Brand- und Schnittverletzungen!