Wie jedes Jahr begab sich der Löschzug Baukau am 2. Septemberwochenende 2012 auf eine Reise mit ungewissem Ziel – Standortverlagerte Ausbildung mit Überraschungsziel! Die diesjährige Fahrt sollte uns eine praktische Bootsausbildung in einem Großhafen sowie eine intensive Fortbildung im Bereich der Planspielgestaltung bieten…

Nachdem am Morgen des 8. Septembers 2012 der letzte um 05:59 Uhr eingetroffen war, hieß es pünktlich um 06:00 Uhr „Leinen los“ – es ging gen Norden: Nach einem Zwischenstop an der A1 mit reichhaltigem Frühstück, das unser „Catering-Team“ organisiert hatte, ging es weiter in die altehrwürdige Freie und Hansestadt Hamburg.

Trotz leichter Verspätung konnten wir an den St. Pauli Landungsbrücken unser bequemes Landgefährt süddeutscher Bauart gegen eine hölzerne Barkasse eintauschen und – so dachten wir zunächst – eine unbeschwerte Hafenrundfahrt genießen.

Nach wellenreicher Überfahrt zum Containerhafen, die die Spreu von den Seetauglichen zu trennen vermochte, erreichten wir den Containerhafen. Im Schatten eines Containergiganten versagte dann der Antrieb unserer Barkasse.

Manövrierunfähig konnten insbesondere die fachkundigen Bootsführer des Löschzuges nun das Anlaufen der „Rettungskette“ beobachten. Unter Aufsicht der Wasserschutzpolizei wurden wir an einen sicheren Steg geschleppt und konnten danach die maritime Fortbildung zum Thema historische und moderne Handelsschifffahrt im Containerhafen und der Speicherstadt fortsetzen.

Nach anschließendem Bezug der Hotelzimmer konnte jeder die Stadt selbst erkunden. Der abendliche Hunger führte uns in das altehrwürdige Brauhaus Gröninger, gleich neben der alten „Spiegel“-Zentrale. Nach reichhaltigem Essen und lebhaften Gesprächen führte es die Angehörigen des Löschzuges nochmal zum Hafen und die „jungen Wilden“ des Löschzuges weiter durch die bunt beleuchteten Straßen von St. Pauli.

Am nächsten morgen ging es nach einem reichhaltigen Frühstück zur Planspielfortbildung für Fortgeschrittene – in das Miniatur Wunderland Hamburg! Auf 1.300 m² Modellfläche gab es nicht nur beeindruckende Bahnanlagen und Landschaftsgestaltung im Maßstab 1:87 zu sehen, sondern auch elektronisch gesteuerte Feuerwehrgroßeinsätze mit beleuchteten und fahrenden Löschfahrzeugen. Mindestens genauso beeindruckend waren auch der Großflughafen mit funktionierender Flughafenfeuerwehr und Feuerwehrübungsgelände, wie auch die skandinavische Landschaft mit fahrenden Kreuzfahrtschiffen!

Danach stand die weitere Zeit zur freien Verfügung – Gelegenheit, das gute Wetter bei einem Fischbrötchen am Hafen oder der Alster zu genießen, oder den Tag des offenen Denkmals in Hamburg zu nutzen.

Am späten Nachmittag ging es dann wieder in Richtung Herne, jedoch nicht ohne kulinarischen Zwischenstop in Ladbergen. Müde, aber gut gelaunt und mit vielen Erfahrungen im Gepäck erreichten wir am Abend des Sonntag heimische Gefilde!