In den letzten Tagen hielten gleich mehrere Brände die Einsatzkräfte der Feuerwehr Herne auf Trab. Nach dem Kellerbrand am 08.02.2012, dem Wohnungsbrand am 12.02.2012 – bei dem leider ein Toter zu beklagen war – und dem Feuer in der Lohofstraße brannte es am Abend des 16.02.2012 am Westring.

Westring

Gegen halb zehn am Abend rückte die Berufsfeuerwehr zu einem Kellerbrand in Herne aus. Bei Eintreffen machten sich mehrere Personen an den Fenstern bemerkbar, eine Bewohnerin empfing die eintreffenden Kräfte vor dem Gebäude.

Sofort wurde über Drehleiter die Rettung der Personen an den Fenstern eingeleitet. Insgesamt fünf Bewohner wurden so in Sicherheit gebracht. Eine Frau befand sich in ihrer Wohnung und musste von einem Trupp unter Atemschutz gerettet werden. Ein weiterer Trupp ging ebenfalls ausgerüstet mit Atemschutz sowie einer Wärmebildkamera und einem Hohlstrahlrohr in den Keller zur Brandbekämpfung vor. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, zur Entrauchung des Treppenraumes wurde ein Lüfter in Stellung gebracht.

Die aus den Gebäude Geretteten wurden vom Rettungsdienst medizinisch behandelt, sieben Personen mussten zur Weiterbehandlung in die umliegenden Kliniken gebracht werden. Der Einsatz wurde von 32 Kräften der Berufsfeuerwehr sowie zur Unterstützung 27 Kräften der FF abgearbeitet. Die Löschzüge Baukau und Sodingen besetzten die Gerätehäuser zur Sicherung des Grundschutzes, der Löschzug Röhlinghausen wurde zur Einsatzstelle gerufen.

Da das Gebäude von der Strom- und Gasversorgung getrennt werden musste, ist es derzeit unbewohnbar. Nach Informationen der Polzei Bochum kann Brandstiftung als Ursache des Feuers nicht ausgeschlossen werden.

Lohofstraße

In den frühen Morgenstunden des 15.02.2012 ereignete sich ein Wohnungsbrand im Stadtteil Eickel. Gegen 04:30 wurde die Leitstelle per Notruf über das Feuer in der Lohofstraße alarmiert, aufgrund der Beschreibung der Lage wurden direkt beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr zur Einsatzstelle entsendet. Als sich ein längerer Einsatz ankündigte, wurden außerdem mehrere Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr zur Sicherstellung des Brandschutzes alarmiert.

Beim Eintreffen stellte sich die Situation an dem dreigeschossigen Wohnhaus wie folgt dar: Zur Straßenseite brannte es in der Wohnung im Ergeschoss, es schlugen bereits Flammen aus dem Fenster. Eine deutliche Rauchentwicklung aus dem Gebäude war erkennbar, so dass eine Fluchtmöglichkeit durch den Treppenraum nicht mehr bestand. Zwei Personen machten sich am Fenster im ausgebauten Dachgeschoss bemerkbar, auf der Rückseite befanden sich drei weitere Personen auf einem Vordach.

Sofort nach Eintreffen wurde die Menschenrettung über Drehleiter beziehungsweise im rückwärtigen Bereich über tragbare Leitern durchgeführt, alle Personen konnten so schnell in Sicherheit gebracht werden. Die weitere Betreuung erfolgte durch den Rettungsdienst. Die Bewohner konnten zum Teil bei Verwandten unterkommen, eine Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation (Rauchvergiftung) ins Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht.

Die zugleich eingeleitete Brandbekämpfung erfolgte durch einen Trupp unter Atemschutz mit einem C-Hohlstrahlrohr, ein weiteres Rohr wurde von Außen vorgenommen. Das Feuer konnte so zeitnah gelöscht werden, es betraf hauptsächlich den Raum im Erdgeschoss. Zur Entrauchung wurde anschließend ein Hochleistungslüfter eingesetzt. Zur Unterstützung  und zur Auslösung des Löschzuges der Wache 1 wurde ein Löschgruppenfahrzeuge des Löschzuges Holsterhausen zur Einsatzstelle gerufen, die Kameraden unterstützen die hauptamtlichen Kräfte bei den Arbeiten.

Vor Ort waren zwischenzeitlich beide Löschzüge der Berufsfeuerwehr mit insgesamt 28 Kräften, eine Gruppe des Löschzuges Holsterhausen (9 Einsatzkräfte) sowie Polizei und Stadtwerke.Insgesamt wurden 2 C-Rohre, 12 Atemschutzgeräte und ein Hochleistungslüfter eingesetzt.

Der Einsatz endete gegen 06:30, für die Einsatzdauer war die Lohofstraße für den Verkehr gesperrt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach deren Erkenntnissen war das Feuer an einer Couch ausgebrochen, die unter einem Fenster stand. Unter dieser wurde eine Verteilersteckdose gefunden, die eindeutige Hinweise auf einen Kurzschluss zeigte. Daher gehen die Ermittler derzeit davon aus, dass der Brand durch einen technischen Defekt verursacht worden ist. Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich weiterhin nicht ergeben.

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Stefan Kuhn.