Einsatzstichwort: „Brand im Keller der Gustav-Adolf Schule!“

Nur eine Übung, aber die Jugendfeuerwehr Unser-Fritz war sofort zur Stelle: Vor Ort waren mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz, um in den Keller des Löschzuges Holsterhausen vorzustoßen und diesen vollständig nach Verletzten sowie nach dem Brand zu durchsuchen.

Nach der Ankunft am Objekt begann die Ausrüstung für den Innenangriff. Zwei Trupps waren kurz nach der Vergabe des Befehls am Verteiler bereit, um das Eindringen in den Keller zu beginnen. Nachdem die Wasserversorgung stand, begaben sich die zwei besagten Trupps in den Keller: „Atemschutzüberwachung 18 LF-1 von Angriffstrupp 18 LF-1, PA wird angeschlossen. Druck 3 0 0 Bar, kommen.“ – „Angriffstrupp 18 LF-1 von Atemschutzüberwachung: Druck 3 0 0 Bar, verstanden.“ Beim Reingehen machte sich plötzlich eine Person im hinteren Teil des ersten Raumes bemerkbar; jemand schlug gegen die Tür, versuchte irgendwie Lärm zu erzeugen und schrie um Hilfe. Nach einiger Zeit wurde die Person gerettet.

Während der schnellen Rettung der ersten gefundenen Person wurde vom Angriffstrupp in einem angrenzenden Raum eine weitere Person gefunden; sie war bewusstlos und reagierte nicht. Unverzüglich wurde das Rettungstuch ausgeworfen, der bewusstlose Körper hineingelegt und via „Crash“-Rettung aus dem Gefahrenbereich verbracht. Kurze Zeit später drangen beide Trupps nach der erfolgreichen Menschenrettung tiefer in den Keller ein, um weiter nach Personen und nach dem noch unentdeckten Brand zu suchen. Durch viel Gerümpel, über Stuhl und Tisch, wurde auf dem Weg ein gefährlicher „Fund“ gemacht: Mehrere Behälter , die mit entflammbarer Flüssigkeit gefüllte Behälter simulierten, sowie eine Gasflasche fand man in einem Raum, der im Realfall sehr aufgeheizt gewesen wäre.

Sofort Begann die Bergung und der Abtransport der Behältnisse, um keiner unnötigen Gefahr ausgesetzt zu werden. Im letzten Raum des Kellers fand der Angriffstrupp dann, endlich, ein (simuliert) brennendes Regal. Der Raum, in dem das Regal stand war die Endstation für die zwei Trupps im Innenangriff, der sich bereits lange im Bauwerk unter Atemschutz aufhielt. Nach der Brandbekämpfung durften alle Trupps das Gebäude verlassen und eine kurze Pause vor dem Abrücken machen.

Alles in allem hat die Jugendfeuerwehr Unser-Fitz insgesamt zwei Personen gerettet und vier Gefhrgut-Behältnisse entfernt und einen Brand bekämpft.

Glücklicherweise war dies nur einer der vielen Übungen, die wir machen, um uns fit zu halten, neues Wissen anzuwenden oder das Können zu erweitern. Gespielt wurden die zu bergenden Personen von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Unser-Fritz und einem ehrgeizigen Dummy, welcher nach der Rettung wieder in einem tiefen Schlaf verfiel. Möglich gemacht wurde uns diese Übung durch unsere Ausbilder sowie dem Löschzug Holsterhausen.

Text: Jugendfeuerwehrmann Dominik Kochanski