Feuerwehr und Wasser… das gehört doch irgendwie zusammen – dass die Feuerwehr Herne nicht nur mit ihren Einsatzmitteln – insbesondere mit ihrem ursprünglichsten Löschmittel Wasser –  gut umgehen kann, sondern auch auf dem Wasser, hat der Löschzug „In der Wanne“ am 21.09.13 eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Schauplatz war der Rhein-Herne-Kanal auf Höhe des Ruderverein Emscher Wanne-Eickel Herten e.V.:

Der Löschzug  „In der Wanne“ beteiligte sich erfolgreich mit einer Mannschaft am diesjährigen 8. Herner Rudertag, bei dem sie sich der starken Konkurrenz von 170 Sportlern in 43 Booten stellen mussten. Als einem Löschzugmitglied die Ausschreibung des Rudervereins Emscher für den diesjährigen 8. Herner Rudertag in die Hände fiel, stand schnell fest, dass dies eine passende Gelegenheit wäre, sich unter Beweis zu stellen. Ein Team bestehend aus 4 Löschzugmitgliedern, von Feuerwehrfrauanwärterin bis hin zur Löschzugführung, war schnell gefunden. Laut Reglement musste sich  jede Mannschaft für den reibungslosen Regattaablauf einen unverkennbaren Namen geben.  Dieser Name war schnell gefunden: Löschboot 14.

Eine weitere Herausforderung durch das Reglement bestand darin, dass jede Mannschaft lediglich 4 Trainingseinheiten im Vorfeld der Regatta zur Verfügung gestellt bekommen hatte, in der den Mannschaften die mitunter sehr komplexen Bewegungsabläufe des Ruderns durch erfahrene Ruderer des RV Emschers vermittelt wurden und sich aus 4 Individualisten ein harmonisierendes Team bilden sollte. Aufgrund terminlicher Probleme und personeller Ausfälle konnte der  Löschzug „In der Wanne“ jedoch lediglich einmal in der Wettkampfbesatzung zusammen trainieren. Hier zeigte sich jedoch, dass „Feuerwehr“ schon immer Teamarbeit voraussetzt, was dazu führt, dass man auch bei neuen Aufgaben schneller zu einem erfolgreichen Team zusammen findet.

Am 21.09.2013 war es dann soweit – Wetterprognose: Beste Ruderbedingungen auf dem Rhein-Herne-Kanal an diesem Samstag. Mit leichtem Schiebewind,  0 Liter Niederschlag und einer sichtbaren Sonne gab es keine Ausreden mehr! Die Konkurrenz aus 170 Sportlern in 43 Booten war in 2 Leistungsklassen zum Showdown angetreten.

In der Leistungsklasse I traten Mannschaften an, die bereits in den Vorjahren Rudererfahrungen sammeln konnten, bzw. überwiegend aus erfahrenen Ruderern bestehen; in der Leistungsklasse II Mannschaften,  bei denen mindestens 50 Prozent der Mannschaft noch nie in einem Ruderboot gesessen haben. Da 75% der Mannschaft des  Löschboots 14 noch nie in einem Ruderboot gesessen haben, wurde es der Leistungsklasse II zugeordnet. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen führte der Weg ins Finale in beiden Leistungsklassen jeweils nur über Qualifikationen in Vorläufen, Hoffnungsläufen und Halbfinals.

Ohne die Leistungsfähigkeit der anderen Mannschaften einschätzen zu können ging es um 14 Uhr an den  Start zum Vorlauf gegen 5 Boote. Mit einem furiosen Start und kräftigen Schlägen ruderte das Löschboot 14 unter kräftigen Anfeuerungsrufen der mitgereisten Löschzugkameraden und Familienangehörigen  über Regattastrecke und ließ die Konkurrenz scheinbar mühelos mit mehreren Bootslängen Vorsprung hinter sich. Der Sieg im Vorlauf bescherte der Mannschaft den direkten Einzug ins Halbfinale ohne den Umweg über den Hoffnungslauf antreten zu müssen.

Nach diesem Vorlaufsieg hatte die Mannschaft „Blut geleckt“ und es wurde die Parole „Finaleinzug“ als Ziel definiert. Die Stimmung in der Mannschaft wurde immer besser – die Arme jedoch immer länger. Ein ebenfalls ungefährdeter Sieg im Halbfinale gegen wiederum 5 gegnerische Boote bescherte dem Löschboot 14 dann das Erreichen des gesteckten Zieles: Finalteilnahme.

Mit dem Wissen, das angestrebte Ziel erreicht zu haben, ließ sich das Finale dann locker und selbstbewusst angehen.  Die bisher in den vorherigen Rennen angewandte Taktik konnte auch im Finale in einem 6-Boote-Feld erfolgreich umgesetzt werden und führte zu einem ungefährdeten und vorher nie erwarteten Finalsieg in der Leistungsklasse II. Doch statt den Finalsieg ausgiebig feiern zu können stand als abschließender Regattahöhepunkt das Superfinale gegen den Gewinner der Leistungsklasse I mit den rudererfahrenen Mannschaften an.

Aufgrund eines technischen Problems im Löschboot 14 unmittelbar in der Startphase des Rennens musste das Löschboot 14 mit einem Rückstand von 2,5 Bootslängen auf den Sieger der Leistungsklasse I das Rennen bestreiten. Mit einer geschlossenen Mannschaftleistung und erneut kraftvollen Schlägen konnte der Rückstand deutlich reduziert werden. Im Ziel musste sich das Löschboot 14 dann nur noch mit einer halben Bootslänge Rückstand den erfahrenen Ruderern der Leistungsklasse I geschlagen geben. Diese Leistung wurde durch den Streckensprecher mit den Worten honoriert, dass „man sehen kann, dass die Feuerwehr auch in brenzligen Situation die Ruhe behält und nicht nervös wird“.

Für alle Beteiligten war diese Sportveranstaltung ein unvergessliches Erlebnis und hat mal wieder gezeigt, dass man mit guter Teamarbeit vieles erreichen und zusätzlich noch eine Menge Spaß haben kann.

Fazit: Feuerwehr und Rudern haben eine Gemeinsamkeit: Nur mit guter Teamarbeit kann man in beiden Bereichen erfolgreich sein! Und Rudertag 2014 wir kommen J!

[gall

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