Zahlreiche vollgelaufene Keller und Tiefgaragen, ganze Straßenzüge die sich in Flüsse verwandelten und durch das fließende Wasser unterspült wurden, Überspannungsschäden, zum Teil mit Auslösung von Brandmeldeanlagen sowie ein Blitzeinschlag – insgesamt 150 Einsätze durch eine Extremwetterlage zählte die Leitstelle der Feuerwehr am 20.06.2013. Gegen 13:30 zog eine massive Unwetterfront über Herne, in Folge dessen fielen innerhalb kurzer Zeit erhebliche Regenmengen an, besonders im Ostteil der Stadt. Zeitnah wurde daher Vollalarm für die gesamte Feuerwehr ausgelöst.

Die zwei Wachen der Berufsfeuer mit 50 Einsatzkräften wurden so durch  95 Kräfte aller Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr unterstützt.

Im gesamten Stadtgebiet, mit Schwerpunkt auf den Herner Osten, wurden Tauchpumpen und Saugleitungen vorgenommen. Mehrere Häuser und Straßenzüge mussten vorsorglich durch die Stadtwerke stromlos geschaltet werden, wodurch auch die Evakuierung einiger Wohnungen nötig wurde. Diverse Straßen mussten außerdem wegen Unterspühlung gesperrt werden. In einigen Kellerbereichen kam es aufgrund von Kurzschhlüssen außerdem zu Kleinbränden, welche jedoch schnell gelöscht werden konnten. Zwei Verletzte wurden in Kliniken transportiert.

Neben den rund 145 Feuerwehrleuten waren auch 40 Kräfte von THW, Ordnungsbehörde und verschiedener sozialer Dienste im Einsatz. Der Einsatz endete in der Nacht auf Freitag gegen 01:30 mit der Übergabe der letzten Einsatzstelle an die Hausbesitzer.

Weitere Informationen zum Verhalten und Vorbeugung bei Unwetter erhalten Sie übrigens hier.

Die Fotos wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Stefan Kuhn.