Am Dienstag, den 15.09.2015, wurden die Löschzüge Baukau und Sodingen zu einem Brand eines Autohauses an der Heerstraße gerufen. Sie rückten mit drei Fahrzeugen zur Einsatzstelle aus, dem Löschgruppenfahrzeug (LF) 24, dem Gerätewagen Transport (GW-T) als Führungsfahrzeug und dem GW Logistik (GW-L 2) mit 2000m Schlauch.Beim Eintreffen am Einsatzort fanden sie eine stark verqualmte Werkstatthalle vor, die ebenfalls zum Autohaus gehört. Ein Mitarbeiter des Autohauses informierte den Einsatzleiter darüber, dass zu diesem Zeitpunkt noch Personen vermisst wurden; einer wurde im Bereich der Werkstatt vermutet, ein weiterer in einem Büro im ersten Obergeschoss.

Die Feuerwehr ging mit zwei Trupps (je zwei Einsatzkräfte bilden einen Trupp) zur Menschenrettung vor.  Dabei wurden von den Trupps jeweils ein C-Strahlrohr sowie Pressluftatemschutzgeräte eingesetzt. Die vermissten „Personen“ wurden leblos vorgefunden und aus Werkstatt gerettet.

Die anfängliche Anspannung wich bei den Einsatzkräften nach und nach, als klar wurde, dass es sich bei dem Brand um eine Übung und bei den vermissten „Personen“ nur um Übungspuppen handelte. „Solche Einsatzübungen, bei denen wir unter realen Einsatzbedingungen zum Einsatzort fahren – das heißt, mit Blaulicht und Martinshorn – sind wichtig, um die Abläufe besser verinnerlichen zu können“, erklärt Christian Hunger, stellvertretender Löschzugführer des LZ Baukau.

Nur die Maschinisten (Fahrer der Feuerwehrfahrzeuge) wurden kurz vor Abfahrt vom Feuerwehrgerätehaus darüber informiert, dass es sich lediglich um eine Übung handele, um deren Fahrweise unter Sonderrechten entsprechend zurückhaltend und unter Ausschluss von Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer zu gestalten – Denn Sicherheit ist die oberste Maxime der Feuerwehr!

Nach der Übung wurden die Einsatzkräfte von Kameraden  der Ehrenabteilung des Löschzugs Baukau noch zum Grillen eingeladen. Dabei wurden erste Erkenntnisse aus der Übung sowie Lob und Kritik ausgetauscht.

Die Einsatzübung wurde federführend von Brandmeister (BM) Dustin Gongoll organisiert. Er ist Kfz-Mechatroniker im Autohaus, in dem die Übung stattfand, sowie Brandmeister im Löschzug Baukau. Auf diesem Wege möchten sich die Löschzüge Baukau und Sodingen beim Autohaus Tiemann der Tiemeyer-Gruppe bedanken, das die Werkstatthalle für die Übung zur Verfügung gestellt hat.

Des Weiteren gilt ein Dank den Kameraden des Löschzugs Röhlinghausen, die eine zweite Übungspuppe und einen zweiten Rauchgenerator bereitgestellt haben und natürlich der Ehrenabteilung, die den Kameraden des aktiven Dienstes noch einen schönen Abschluss des Abends beschert haben. Der Berufsfeuerwehr danken wir für die abendliche Gestellung von Übungsatemschutzgeräten und der realistischen Einsatzbegleitung durch die Leitstelle. Bedanken möchten wir uns auch beim Stadtfeuerwehrverband, der kürzlich erst die Übungspuppen und Rauchgeneratoren angeschafft hat.