Am 17. August 2015 um etwa 20 Uhr wurde der Feuerwehr Herne ein Fahrzeugbrand gemeldet. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass zwei alte Linienbusse in Flammen standen. Das Feuer drohte auf einen weiteren Bus sowie eine daneben stehende Lagerhalle überzugreifen.

Zeitgleich, an einem anderen Ort, war der Löschzug Holsterhausen dabei, die Kunst der Knoten und Stiche zu verbessern. Das Wetter verhinderte eine ursprünglich geplante Übung unter freiem Himmel. Als Ablösung geplant und für die Nachlöscharbeiten vorgesehen, wurden die Löschzuge Holsterhausen und Mitte zur Einsatzstelle nachalarmieret.

Es vergehen Sekunden, da sitzen alle Vierzehn anwesenden Männer auf den Fahrzeugen. Im Dauerregen und ruhigen Montagabend-Verkehr ging es dann zur Rottstrasse, auf ein Gelände der STEAG. Vor Ort ging es schnell: Die Wasserversorgung zwischen den Fahrzeugen musste sichergestellt werden, vorne an den Brandherden benötigte man Ablösung. In der Einsatzdauer von etwa drei-einhalb Stunden sind drei Trupps unter Atemschutz damit beschäftigt gewesen die Nachlöscharbeiten zu führen und sicherzustellen, dass das Feuer nicht nochmal ausbricht. Dabei half der großzügige Einsatz von Schaummittel in und um die Busse herum. Um 0 Uhr dann die Meldung: „Feuer aus!“.

Komplett durchnässt, entweder vom Regen oder vom Schaummitteleinsatz, kehrten wir um 1 Uhr in das Gerätehaus zurück. Alles in allem auch für uns kein üblicher Start in die neue Woche, aber ein besonderer auf jeden Fall.

Text: Dominik Kochanski
Foto: Hardy Kuhlmann