Ein Herner Feuerwehrmann hatte die exklusive Möglichkeit zu einem Besuch bei den Seenotrettern. Hieran sind seine Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Herne nicht ganz unbeteiligt.

„In einem Schaukasten im Urlaub an der Ostsee fand ich die Postkarte, die Werbung für den Wettbewerb „Seenotretter für einen Tag“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS) machte.“, sagt Daniel Neuhaus. Er ist Feuerwehrmann im Löschzug Baukau der Feuerwehr Herne.  Zu gewinnen war ein „Überleben-auf-See“-Training mit einer daran anschließenden 24-Stundenschicht auf dem Seenotkreuzer (SK) BERLIN. Dazu mussten bei einem Internet-Voting möglichst viele für ihn stimmen. Denn unter den ersten zehn Teilnehmern mit den meisten Stimmen wurde dann der Hauptpreis verlost. „Den Tag bei den Seenotrettern wollte ich unbedingt erleben. Deshalb habe ich Verwandte und Bekannte per E-Mail und Whatapp angeschrieben und gebeten, für mich zu stimmen, den Link mehrfach auf Facebook gepostet, Arbeitskollegen angesprochen und so weiter, also die große Werbetrommel für mich gerührt“.

So schaffte Neuhaus es unter die ersten Zehn. „Einen nicht unwesentlichen Teil der Stimmen habe ich von meinen Kameradinnen und Kameraden aus der Feuerwehr bekommen. Es ist schön, eine starke Gemeinschaft hinter sich zu wissen, die einen auch mal bei so einer Aktion unterstützt.“

Bei der anschließenden Verlosung wurde er aber leider nicht gezogen. „So war der Traum, Seenotretter für einen Tag zu sein, eigentlich ausgeträumt“. Wenige Tage nach der Verlosung schrieben ihn die Seenotretter aber an und luden ihn sowie die weiteren acht „Fast-Gewinner“ nach Hooksiel zu einem Besuch auf dem Seenotkreuzer VORMANN STEFFENS ein.

Am Samstag, den 29.08.2015 war es soweit: Während sich der Hauptgewinner im Ausbildungszentrum in Enge-Sande auf seinen Einsatz auf dem Seenotkreuzer BERLIN  vorbereitete (http://www.seenotretter.de/aktuelles/neuigkeiten/ansicht/news/werde-seenotretter-ein-kindheitstraum-wird-wahr/ ), empfing Hans-Joachim Katenkamp von der DGzRS zusammen mit der Besatzung von SK VORMANN STEFFENS in Hooksiel die Gäste für eine Führung an Bord. Der Seenotkreuzer ist 27,5 Meter lang. Seine drei Propeller haben zusammen eine Leistung von 9.250 PS, so dass der Seenotkreuzer eine Geschwindigkeit von bis zu 25 Knoten (46 km/h) erreichen kann. Neben einer Vorführung der beiden Löschmonitore (Wasserwerfer) wurde das Aussetzen des Tochterbootes ADELE ein ganz besonderes Highlight.

„Die Feuerwehr Herne verfügt auch über ein Mehrzweckboot mit einem Löschmonitor an Bord, das unser Löschzug regelmäßig zu Übungszwecken nutzt, aber so ein Seenotkreuzer ist natürlich noch einmal eine ganz andere Dimension.“ Daniel Neuhaus ist ausgebildeter Rettungsschwimmer und Bootsführer beim Löschzug Baukau und gehört zur Wasserrettung der Feuerwehr Herne.

„Der Besuch auf dem Seenotkreuzer war etwas ganz Besonderes für mich! Ich möchte mich daher noch einmal bei allen bedanken, die für mich gestimmt haben sowie den Mitarbeitern der DGzRS, die uns, obwohl wir ja eigentlich den Wettbewerb verloren hatten, uns dennoch diesen Tag ermöglicht haben.“, sagt Neuhaus.

Nicht nur die Begeisterung für die Rettungstätigkeit teilt der Freiwillige Feuerwehrmann Neuhaus mit den Seenotrettern, sondern auch das rein ehrenamtliche Engagement! Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Sie finanziert ihre Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen. Als Seenotretter sind sie auf Nord- und Ostsee bei jedem Wetter rund um die Uhr einsatzbereit – mit einer Flotte von 60 Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten (www.seenotretter.de ).