Bei einem Brand ist vieles abgesichert: das Auto, das eigene Haus, das Inventar; alles ist ersetzbar. Doch wie sieht es mit unserem Leben aus? Wer beschützt bei einem Brand in den eigenen vier Wänden mein Leben und das meiner Familie? Rauchmelder. Deswegen gibt es in NRW seit 2013 eine gesetzlich vorgeschriebene Rauchmelderpflicht. Für Bestandsbauten gibt es eine Übergangsfrist bis Ende 2016.

Laut Erhebungen des Statistischen Bundesamtes stirbt in Deutschland durchschnittlich immer noch jeden Tag ein Mensch an den Folgen eines Brandes. 95 Prozent der Betroffenen ersticken an giftigen Rauchgasen. Funktionsfähige Rauchmelder hätten ihr Leben retten können.

Viele Vermieter sind ihren Pflichten zur Installation von Rauchmeldern bereits nachgekommen. Dennoch sind noch viele Haushalte in NRW ohne Rauchmelder. Hier besteht noch Aufklärungsbedarf. Am Infostand stehen auch zwei unserer Q-geprüften Fachkräfte für die Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Ganz gleich, ob Wohnungs- und Hauseigentümer, Mieter oder Vermieter: Wir freuen uns auf Sie!

Infostand am Zurbrüggen Wohn-Zentrum

Der Stadtfeuerwehrverband und die Feuerwehr Herne werden am Freitag, den 13.11.2015 die Herner Bürgerinnen und Bürger über neueste Rauchmeldertechnik informieren und moderne Geräte vorstellen. Hierzu gehören Fragen, worauf bei Kauf und Installation zu achten ist, die aktuellen Vorschriften, und aktuelle technische Trends, wie beispielsweise thermo-optsiche Rauchmelder oder Systeme für Gehörlose und Schwerhörige. Ferner gibt es Infos zu Kohlenmonoxidmeldern, die besonders im Zusammenhang mit Gasthermen von Bedeutung sind, sowie zu Löschdecken, die auch für Fett- und Ölbrände in der Küche geeignet sind. Wie in den Vorjahren können Bürgerinnen und Bürger den guten Vorsatz auch gleich in die Tat umsetzen und Rauchmelder, CO-Melder und Löschdecken erwerben. Denn nur ein umgesetzter guter Vorsatz rettet Leben!

Da das Thema „Rauchmelder“ eng mit dem Thema „Wohnen“ verknüpft ist, haben wir uns entschlossen, neue Wege zu gehen und gezielt Personen anzusprechen, die sich gerade mit der Einrichtung ihrer Wohnung beschäftigen. Wir freuen uns, dazu im Zurbrüggen Wohn-Zentrum Herne Gelegenheit zu bekommen!

Sie finden den Infostand am 13.11.2015 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr im Zurbrüggen Wohn-Zentrum, Am Westerfeld 1, 44625 Herne, nahe der Autobahnauffahrt zur A43. Mit dem Bus erreichen Sie es über die Linien 362 (Regenkamp) und 303 (Roehenstraße).

Übrigens: Wir haben auch Informationsflyer für unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund auf Türkisch, Polnisch, Russisch, Englisch und andere Sprachen.

Worauf beim Kauf eines Rauchmelders geachtet werden sollte

Rauchmelder müssen mit dem CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ versehen sein. Aufgrund der Tatsache, dass das CE-Zeichen an einem Rauchmelder aber keine Aussage über dessen Qualität trifft, sondern nur besagt, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf, gibt es seit 2012 das unabhängige Qualitätszeichen „Q“. Rauchmeldermit dem „Q“ werden einer erweiterten Qualitätsprüfung unterzogen. Sie werden auf ihre Langlebigkeit geprüft, weisen eine deutliche Reduktion von Falschalarmen auf, haben eine erhöhte Stabilität, z.B. gegen äußere Einflüsse, und eine fest eingebaute Batterie, die über eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren verfügt.

Wie und wo Rauchmelder installiert werden müssen
Laut der Bauordnung NRW müssen Rauchmelder in Kinder- und Schlafzimmern sowie in Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, angebracht werden. Damit die Melder vom Brandrauch ungehindert erreicht werden und so schon Brände in der Entstehungsphase erkennen können, ist es wichtig, dass sie an der Decke möglichst in der Raummitte angebracht werden. Wer über eine Wohnung oder ein Haus mit mehreren Etagen verfügt, sollte auch den Keller bzw. den Dachboden nicht vergessen.

Regelmäßige Wartung
Der beste Rauchmelder kann im Ernstfall nicht funktionieren, wenn z. B. die Batterie leer oder der Rauchmelder stark verschmutzt ist. Daher ist eine regelmäßige Wartung unbedingt notwendig. „Eigentümer, die ihre Wohnung oder ihr Haus selbst bewohnen, sind für die Funktionsfähigkeit ihrer Rauchmelder persönlich verantwortlich. Die Wartung beinhaltet u. a. das Drücken der Prüftaste nach Herstellerangaben, um zu schauen, ob die Batterie und der Alarmgeber noch funktionieren. Des Weiteren sollte auch genau kontrolliert werden, ob die Öffnungen am Rauchmelder frei von Staub und Flusen sind. Unabhängig vom Drücken der Prüftaste ist ein Batteriewechsel erforderlich, wenn der Rauchmelder einen Warnton aussendet“, so Mike Filzen, Pressesprecher der Feuerwehr Essen.Wer mit der Installation und der Wartung ganz auf Nummer sicher gehen will, beauftragt am besten einen Dienstleister, der z.B. den bundesweiten Standard des Forums Brandrauchprävention „Q-Geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder“ erfüllt und damit über die geeigneten Qualifikationen verfügt.

Weitere Infos

Weitere Tipps über Rauchmelder finden Verbraucher unter www.rauchmelder-lebensretter.de.

Informationen zum neuen unabhängigen und herstellerneutralen Qualitätszeichen finden Sie unter www.qualitaetsrauchmelder.de/das-q.html.

Informationen zum Thema Rauchmelder und mehr finden sie außerdem in unserem Info-Bereich unter Rauchmelder – Lebensretter unter der Zimmerdecke.