Am 1. Oktober verunglückte der Oberhausener Feuerwehrmanns Marc Wachowiak (43) bei einem Unfall tödlich. Tief betroffen, hat auch die Herner Feuerwehr spontan Spenden für die Hinterbliebenen gesammelt. Auftakt war das Feuerwehrfest an der Wache in Wanne am Freitag (14.10.2016) die auf den einzelnen Wachabteilungen in den folgenden Tagen fortgesetzt wurde. Nun steht das Ergebnis der Sammlung fest: 1.750,00 Euro, die an die Familie gehen. Hierunter war auch eine großzügige Spende einer Herner Bürgerin, die ungenannt bleiben möchte. Hierfür bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich.

Oberbrandmeister Guido Schiller, der den Verstorbenen persönlich kannte, rief die Herner Sammlung spontan ins Leben. Angehörige der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr, der Ehrenabteilung der Feuerwehr und der ebenfalls zum Fest eingeladenen Gäste und Vertreter der Hilfsorganisationen griffen ins Portemonnaie.

Bei einem Brandeinsatz am 1. Oktober in Oberhausen geriet der Korb der Drehleiter in eine 110.000 Volt führende Starkstromleitung, die dort über die Rheinische Straße, führt. Durch den Stromschlag wurden zwei Feuerwehrleute schwer verletzt. Marc Wachowiak, der zum Zeitpunkt des Unfalls im Korb der Drehleiter stand, erlitt schwere Verbrennungen und starb am 10. Oktober 2016 an den Folgen der Verletzungen. Der 43-jährige Brandschützer hinterlässt Ehefrau und zwei Kinder (1 und 8 Jahre).

20161014_spendensammlung_wachowiak_ob_02Es war der erste tödliche Unfall in der langen Geschichte der Oberhausener Feuerwehr. Zu seiner Beisetzung am 20.10.2016 erwiesen ihm mehr als 500 Menschen die letzte Ehre. Fast die gesamte Feuerwehr Oberhausen, Delegationen der Bezirksregierung Düsseldorf, des Innenministeriums NRW, des Verbandes der Feuerwehr, der Feuerwehren aus ganz NRW, Polizei und Hilfsorganisationen, nahmen Abschied. Auch die Herner Feuerwehr war mit einer Abordnung vertreten. Die WAZ berichtete.

Zuvor, am Montag, den 17.10.2016 mussten die Feuerwehrleute einen weiteren tödlichen Unfall zur Kenntnis nehmen: Bei der Werkfeuerwehr der BASF in Ludwigshafen kam es bei Wartungsarbeiten an einer Gefahrstoffleitung zu einer verheerenden Explosion mit nachfolgenden Bränden. Bei dem Einsatz wurden zwei Feuerwehrleute der Werkfeuerwehr, Michael Koch (23) und Joachim Koob (50),  getötet. Ein weiterer, Christoph Weisenburger (33), verstarb 12 Tage später an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Wir gedenken der Verstorbenen in stiller Anteilnahme und sind in Gedanken bei ihren Familien, Freunden und Kameraden.

Fotos: Stefan Kuhn