Gleich zweimal wurden Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Herne zu Brandeinsätzen alarmiert. Am Samstag, den 19.03.2016 kam es zu einem Laubenbrand am Grenzweg. Am späten Mittwoch Abend, den 30.03.2016, folgte die Alarmierung zu einem Wohnungsbrand an der Burgstraße.

Laubenbrand mit erhöhter Gefahr

Am Mittag des 19.03.2016 wurde die Feuerwehr Herne zu einem Laubenbrand am Grenzweg alarmiert. Bei Eintreffen des ersten Löschzuges der Berufsfeuerwehr stand die Gartenlaube bereits in Vollbrand.

Nach dem Aufbau der Löschwasserversorgung über 100m bis zur Gartenlaube wurde eine Brandbekämpfung mit zwei C-Rohren unter Atemschutz eingeleitet. Ein Innenangriff war nicht möglich da in der Gartenlaube bei mehreren Flüssiggasflaschen aufgrund der großen Hitze das Gas ausströmte  und eine meterlange Stichflamme verursachten. Durch die Gasflaschen bestand eine erhöhte Gefahr für die Einsatzkräfte.

Ein angrenzender Taubenschlag konnte durch die Einsatzkräfte gehalten werden und ca. 20 Tauben wurden dadurch gerettet.

Die Gartenlaube brannte bis auf die Grundmauer nieder, der ca. 4m hohe Kamin drohte umzustürzen und wurde deshalb eingerissen. Im Verlauf der Löscharbeiten wurde die Berufsfeuerwehr durch die Löschzüge Baukau und Sodingen der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt; diese übernahmen im weiteren Verlauf die Einsatzstelle. Die Nachlöscharbeiten in Zwischendecken und Anbauten dauerten bis 18:00. Insgesamt waren 28 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz; insgesamt sieben mal mussten je zwei Feuerwehrleute unter Atemschutz vorgehen. Es wurde zum Glück niemand verletzt,  die Kriminalpolizei ermittelt nach der Brandursache.

Wohnungsbrand mit Todesopfer

Am späten Abend des 30.03.2016 meldete ein Anrufer einen Brand in einer Wohnung im Obergeschoss seines Hauses. Eine Person soll sich noch in der Brandwohnung befinden. Bei Treffen der beiden Löschzüge der Berufsfeuerwehr und des Löschzuges Mitte der Freiwilligen Feuerwehr befand sich der Hausbesitzer mit seiner Frau und zwei Kindern bereits vor dem Gebäude. Das Dachgeschoss war vollständig in Rauch gehüllt und Flammen schlugene aus den Dachfenstern.

20160331_FF_Einsatz_Wohnungsbrand_Burgstr_004225Zwei Trupps unter Atemschutz gingen mit C-Rohr zur Menschenrettung und Brandbekämpfung durch das Treppenhaus zur Brandwohnung vor. Parallel wurde ein B-Rohr hinter dem Haus von zwei Mann in Stellung gebracht und die Drehleiter mit Wenderohr bekämpfte den Brand an der Dachhaut.

Nach Eindringen der Rettungskräfte in die brennende Wohnung konnte der 87-jährige Vermisste nur noch tot geborgen werden. Während des Rettungseinsatzes verunfallte ein Feuerwehrmann und erlitt eine Rauchgasvergiftung. Er wurde unter Notarztbegleitung ins Krankenhaus verbracht.

Das Feuer konnte in kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Die Freiwillige Feuerwehr wurde alarmiert. Die Löschzüge Sodingen und Baukau, später auch die Löschzüge In der Wanne und Bickern-Crange sowie der Einsatzleitwagen des Löschzuges Eickel wurden zur Einsatzstelle nachbeordert.

Der Hausbesitzer und seine Familie wurden durch den Notarzt untersucht, wobei aber keine Verletzungen festgestellt werden konnten. Anschließend wurden die Betroffenen durch den Notfallseelsorger betreut. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch mehrere Stunden an. In den vier Einsatzstunden waren zwölf Trupps unter Atemschutz im Einsatz. Insgesamt waren 59 Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz.

Anschließen trennten die Stadtwerke das Gebäude von der Energieversorgung und die Kriminalploizei nahm die Brandursachenermittlung auf.