Am Samstag, den 18.03.2017, war die „Wachabteilung JF Constantin“, stationiert am GH Ost pünktlich um 8 Uhr zum Dienst angetreten, um eine Schicht der Berufsfeuerwehr so gut wie möglich zu simulieren.

Der Tag begann mit der Einteilung der Mannschaft auf die Fahrzeuge; anschließend ging es weiter mit Kontrolle von Fahrzeugen und Geräten. Nachdem die Einsatzbereitschaft hergestellt war, ging es weiter mit einem kameradschaftlichen Frühstück.

Erster Einsatz zum Frühstück

Während des Frühstücks ging der erste Anruf in unserer Leitstelle ein und musste von einem unserer Kameraden, der als Disponent fungierte, abgearbeitet werden. Der Anrufer meldete einen Flächenbrand auf dem Blaupunkt Platz; der Alarm wurde ausgelöst und wenig später saßen wir schon auf den Fahrzeugen und fuhren zum ersten Einsatz.

Es rückten aus: ELW 1, LF 10, MLF, HLF10 , DLK 23/12 (BF Reserve) und ein MZF als „Pressefahrzeug“. Angekommen am Einsatzort, sahen wir, dass ein Stapel mit mehreren Paletten Feuer gefangen hatte. Schnell wurde von 2 Fahrzeugen die Wasserversorgung aufgebaut und ein Fahrzeug übernahm die Brandbekämpfung. Nachdem das Stichwort „Feuer aus“, gemeldet wurde, wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt und es ging zurück zum Gerätehaus.

Am Gerätehaus angekommen, musste festgestellt werden, dass ein Fahrzeug einen technischen Defekt hatte, schnell wurde entschieden, die Mannschaft auf die beiden anderen Löschgruppenfahrzeuge zu verteilen.

Einsätze ohne Ende

Gegen 10:35 Uhr wurden wir erneut alarmiert, gemeldet wurde ein Brand im GH Köhne. Mehrere Trupps gingen unter simulierten Atemschutz in das Gebäude, um verletzte und eingeschlossene Personen zu retten. Es konnten alle „Personen“ gerettet und das „Feuer“ gelöscht werden. Wieder am Gerätehaus angekommen gab es für uns eine kleine Verschnaufspause um uns von den Einsätzen zu erholen und auszutauschen.

Um ca. 13 Uhr wurden wir zum Alarm der Brandmeldeanlage im Kulturzentrum gerufen, Zwei Trupps gingen zur Lageerkundung in das Gebäude vor, die restlichen Trupps bleiben in Bereitstellung. Zum Glück blieb es bei einem Fehlalarm, es brannte nicht im KuZ. Nach Rückstellung der Brandmeldeanlage wurde gemeinschaftlich gekocht und gegessen.

Nachdem um Ca. 16 Uhr erneut das Telefon in der Leitstelle klingelte, wurden wir zu einem Einsatz zur Steag alarmiert: Eine „Person“ drohte von der Brücke zu springen und sprang auch,  als wir ankamen. Sofort wurde das Boot zu Wasser gelassen, die Person aus dem Wasser gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Da es während des Einsatzes dunkler wurde, wurde der Befehl gegeben, die Einsatzstelle auszuleuchten.

Nachdem wir die Person gerettet und fachmännisch versorgt hatten machten wir uns zum Abmarsch fertig und fuhren zurück zum Gerätehaus, wo direkt Foto-, und Videoaufnahmen der Einsätze überspielt und begutachtet wurden.

Nach kurzer Zeit klingelte das Telefon erneut und der Anrufer meldete einen Flächenbrand auf dem Parkplatz an der Gyenbergstraße, der ganze Löschzug wurde alarmiert. Auch dieser Einsatz wurde routiniert abgearbeitet, das „Feuer“ konnte schnell und fachmännisch gelöscht werden.

Nach dem Einrücken in Gerätehaus wartete eine leckere Pizza auf uns. Als die Pizza verspeist war, wurde es ruhiger im Gerätehaus und die Mannschaft machte es sich schon mal gemütlich, als plötzlich der Alarm ging und die Durchsage kam: „Einsatz für den Löschzug, Verkehrsunfall auf dem Gysenberg Parkplatz.“ Schnell waren die Fahrzeuge besetzt und es ging los, die Mannschaft beider Fahrzeuge war noch voller Motivation auch dieses Szenario zu meistern.

Nach dem Absitzen machten die Gruppenführer Meldung: „Verkehrsunfall mit zwei verletzen Personen, eine im Auto und eine außerhalb des Autos“, sofort wurden Maßnahmen zur Rettung der verletzten getroffen, ein aufkeimendes Feuer konnte durch das schnelle Eingreifen des bereitstehenden Angriffstrupps bekämpft werden. Nachdem alle gerettet und die Fahrzeuge zum Abmarsch fertig waren, begann der gemütliche Teil des Abends; der VU sollte der letzte Einsatz am Samstag Abend sein und
einige Ausbilder und Kameraden legten sich im Aufenthaltsraum schlafen.

Auch die Nacht kann kurz sein…

Die Funktion des verfrühten Weckers übernahm dann wieder die Alarmsirene, um ca. 4 Uhr kam die Durchsage: „Einsatz für den Löschzug, Vermisste Personen hinter Decathlon“. Im Fahrzeug ankommen mussten die meisten Erstmal richtig wach werden und sich auf den Einsatz vorbereiten. Der Einsatzbefehl wurde gegeben, als erstes das Gebiet ausgeleuchtet und dann die vermissten Personen gesucht. Um Ca. 6:30 Uhr waren alle Personen gefunden und die Fahrzeuge einsatzbereit. Es sollte der letzte Einsatz des 24h-Dienstes bleiben.

Nachdem noch einmal gefrühstückt und das Gerätehaus aufgeräumt wurde meldeten wir uns um ca. 8:30 Uhr ab und fuhren erschöpft aber glücklich nach Hause.

Einsatzprotokoll:
• E001 – Flächenbrand Blaupunkt Platz
• E002 – Brand im GH Köhne
• E003 – Brandmeldeanlage im KuZ
• E004 – Person in Wasser
• E005 – Flächenbrand Gyenbergstraße
• E006 – Verkehrsunfall
• E007 – Vermisste Person

Zum Abschluss möchten wir uns noch einmal bei unseren Ausbildern und allen anderen bedanken, die viel Zeit und Kraft in die Planung gesteckt haben und uns so diesen schönen Tag ermöglicht haben. Wir waren nicht immer einfach für euch aber wir hoffen es hat euch trotzdem Spaß gemacht!