Sommerzeit ist auch Wespenzeit, insbesondere im Juli und August! Für viele sind Wespen eine wahre Horrorvorstellung. Richtig informiert und vorbereitet, lässt sich jedoch gut mit dem unliebsamen Sommerphänomen umgehen.  Wespen, Bienen und ähnliche Insekten, (sogenannte Hymenopteren) stellen grundsätzlich keine Gefahr dar. Zwar können alle Hymenopteren stechen, was schmerzhaft, jedoch in der Regel nicht besonders gefährlich oder gar tödlich ist. Lediglich für Menschen mit Insektengiftallergie (bis zu 5% der Bevölkerung) können Stiche schwerwiegende Folgen haben. (mehr dazu unten).

Stiche leicht vermeidbar

Wespen und Hornissen sind außerhalb ihres Nestbereiches nicht aggressiv. Während der Futtersuche überwiegt normalerweise das Fluchtverhalten. Wespen, Hornissen und Hummeln stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen, z. B., wenn sie am Nest gestört werden, wenn sie eingeklemmt (Kniekehle, Achsel, Armbeuge, Hosenbeine) oder festgehalten werden oder in den Mund geraten. Daher niemals nach den Tieren schlagen!

Auch sollten sie aufpassen, wo Sie sich hinsetzen, vorsichtig essen, Nahrungsmittel und Trinkgefäße im Freien abdecken und nur aus durchsichtigen Trinkgefäßen trinken und ggf. dünnen Strohhalm verwenden. Nachdem Essen sollte der Mund bei Kindern abgewischt werden, um Wespen nicht anzulocken.

In Nestnähe können sich Wespen durch dunkel gekleidete Personen bedroht fühlen (angeborene Reaktion auf natürliche Feinde wie Dachs oder Bär). Auffällig helle Kleidung auf gebräunter Haut (hoher Kontrast) kann in Nestnähe Aggression auf Hautpartien am Rand der Kleidung auslösen, wenn man sich hastig bewegt. Um Wespen, Bienen und andere Insekten aus dem Haus zu halten, empfiehlt es sich, Fliegengaze an Fenstern und Türen insbesondere den Küchen-, Bad- und Kinderzimmerfenster anzubringen.

Verhaltenstipps bei Insektenstichen und Wespennestern

Wichtige Verhaltenstipps bei Insektenstichen finden Sie auf den Infoseiten des Verbandes, dort unter Umgang mit Wespen und Bienen. Dort finden Sie auch Hinweise zur Beseitigung von Wespennestern, die grundsätzlich keine Aufgabe der Feuerwehr ist. Ein Einsatz für die Feuerwehr ist nur gegeben, wenn ein Notfall vorliegt und durch eine gewerbliche Schädlingsbekämpfungsfirma nicht bzw. nicht in der gebotenen Schnelligkeit Hilfe geleitstet werden kann. Dies ist grundsätzlich nicht der Fall, wenn vor Ort auf Schädlingsbekämpfer mit 24h-Notdienst zurückgegriffen werden kann, den Sie in den Gelben Seiten oder vergleichbaren Branchenbüchern finden. Bitte beachten Sie auch, dass Wespen, Bienen und andere Insekten unter Artenschutz stehen.