Die Feuerwehr Herne wurde am Montag, 11.12.2017 gegen 15:30 Uhr zu einem Einsatz an die Karlstraße gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war eine starke Rauchentwicklung im 2. Obergeschoss feststellbar. Unmittelbar darauf zersprangen die ersten Fenster und die Wohnung stand im Vollbrand. Zwei Trupps unter Atemschutz wurden sofort zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ins Gebäude geschickt. Parallel dazu begann der Außenangriff mittels einer Drehleiter.

Eine leblose Person wurde von den zuerst eintreffenden Kräften in der Brandwohnung aufgefunden, über den Treppenraum gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Leider erlag die Person trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen an ihren schweren Verletzungen an der Einsatzstelle.  Mehrere Personen, die ihre Wohnungen zur Zeit des Einsatzes nicht mehr betreten konnten, wurden zunächst in einem Bus der HCR untergebracht und später in einer nahe gelegenen Gaststätte versorgt. Zudem waren Kräfte der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) vor Ort.

Nachdem sich der Brand auf das Dachgeschoss und das Dach ausgebreitet hatte, wurden mehrere Strahlrohre von der Straße aus sowie über zwei Drehleitern eingesetzt. Während des Einsatzes kam es durch Einstürzen der Deckenkonstruktion zur erneuten Brandausbreitung im zweiten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss. Erneut waren mehrere Trupps im Innenangriff eingesetzt, der Rückzugsweg wurde euch zwei Drehleitern gesichert.

Die Freiwilligen Feuerwehr unterstützte mit mehreren Löschzügen die Kräfte der Berufsfeuerwehr bei den Löscharbeiten. Ebenso wurde der Grundschutz im Stadtgebiet von weiteren Freiwilligen Kräften gesichert. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 60 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde durch das DRK sowie dem ASB sichergestellt. Der Einsatz dauerte bis ca. 2:30 Uhr an.

Während die Nachbarhäuser augenscheinlich kaum in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist das Brandobjekt ist durch Feuer-, Rauch- und Wasserschäden so stark beschädigt, dass es vorläufig unbewohnbar ist.

Parallel zu diesem Einsatz kam es zu einer weiteren Alarmierung in Form eines gemeldeten Dachstuhlbrandes. Hierbei handelte es sich jedoch um eine optische Täuschung beim Anrufer. In einer Industrieanlage wurden lediglich Prozessgase abgefackelt.

Am 12.12.2017 wurde die Berufsfeuerwehr bei der örtlichen Brandnachschau mit dem THW gleichzeitig von Anwohnern alarmiert, da es erneut zu Rauchentwicklungen aus dem Dachgeschoss kam. Weitere Glutnester wurden in der Zwischendecke gefunden und mittels einer Drehleiter gelöscht.

Nach Berichten von Radio Herne vom 14.12.2017 konnte die Kriminalpolizei zur Brandursache nur eingeschränkt ermitteln: Demnach seidas Feuer in der Küche ausgebrochen, genauer gesagt an der Küchenzeile. Ob es ein technischer Defekt war oder ob zum Beispiel Essen auf dem Herd stehengelassen wurde, können die Ermittler der Kriminalpolizei nicht herausfinden. Dafür sei die Küchenzeile zu stark verbrannt. Damit könne aber eine Straftat ausgeschlossen werden, heißt es von der Polizei.