Die Feuerwehr Herne musste in der Silvesternacht (31.12.2016) zu knapp zwanzig Brand- und Hilfeleistungseinsätzen ausrücken; der Rettungsdienst hatte dreißig Einsätze nach Mitternacht. Die Feuerwehr Herne war hierfür gut gerüstet: Der Rettungsdienst, die Berufsfeuerwehr und der Löschzug  Baukau der Freiwilligen Feuerwehr stellten den Grundschutz von ihren Standorten im Stadtgebiet. Der Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr war in Rufbereitschaft. Neben den silvestertypischen Einsätzen des Rettungsdienstes wegen Handverletzungen durch Böller waren die beruflichen und freiwilligen Kräfte schon ab dem frühen Abend gefordert.

Zunächst waren es diverse Brände von Hecken, Strächern, Mülltonnen und Papiercontainern. Zu insgesamt 11 dieser Brände mussten die Helfer allein nach Mitternacht ausrücken. Kurz nach Mitternacht kam es zu einem Wohnungsbrand an der Plutostraße in Röhlinghausen, bei dem insgesamt sechs Menschen durch Rauchgase verletzt wurden. In der über der Brandwohnung liegenden Wohnung waren bei Eintreffen der Feuerwehr noch zwei Personen eingeschlossen, die von freiwilligen Kräften des LZ Baukau mit Fluchthauben befreit wurden. Die zuerst eingetroffene Berufsfeuerwehr alarmierte neben dem Löschzug Baukau auch die Rufbereitschaft des Löschzuges Mitte und den in der Nähe stationierten Löschzug Röhlinghausen. Die Brandursache ist noch nicht ermittelt.

Gegen 1.20 Uhr gab es einen Einsatz an der Kreuzung Holsterhauer Straße / Westring: Ein Verkehrsunfall mit zwei verunfallten Fahrzeugen und sechs verletzten Personen, von denen sich einige nicht transportieren lassen wollten. Dort waren der Rettungsdienst und die Berufsfeuerwehr im Einsatz.

Nach vier Uhr am Neujahrstag konnte die erhöhte Bereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr aufgehoben werden. Insgesamt waren mehr als 60 Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Einsatz.

Mancherorts kam es im Ruhrgebiet trotz der Kampagne „Respekt? Ja-bitte!“ zu Störungen durch Chaoten, etwa in Duisburg, wo ein Böller in einem Rettungswagen Verletzungen und Sachschäden verursachte. Nicht so in Herne: Daher möchten wir uns an dieser Stelle bei den Herner Bürgerinnen und Bürgern für den freundlichen Umgang und verständnisvolle Kooperation an den Einsatzstellen, aber auch der auf den Straßen feiernden Passanten und der Autofahrer bei unseren Einsatzfahrten bedanken!