Eine Feuerwehrfrau und acht Feuerwehrmänner haben im April die Ausbildung ABC-Einsatz absolviert. In 73 Stunden haben sich die Feuerwehrmitglieder in Ihrer Freizeit zusammengefunden, um für einen Einsatz mit gefährlichen Stoffen und Gütern ausgebildet zu werden.

Atomare, biologische und chemische Gefahren lauern überall, oft auf der Straße oder in Betrieben ortsansässiger Firmen. An diesen Stellen ist die Gefahr oft besonders groß, da viel Masse eines Stoffes betroffen sein kann.

Hier kommt man mit der normalen Feuerwehrausbildung nicht weiter – und genau die speziellen Maßnahmen wurden in diesem Lehrgang verinnerlicht.

In etwa 30 Stunden wurde hierzu der theoretische Stoff gelernt.

Vor allem, wie gefährliche Güter gekennzeichnet sind und wie viel Abstand zu diesen eingehalten werden sollte, wenn man keine spezielle Ausrüstung trägt, ist Bestandteil des Unterrichts.

Aber auch welche Geräte zum Messen von Strahlung oder Gase genutzt werden können und wie die spezielle Schutzausrüstung beschaffen ist, musste gelernt werden.

In den 43 weiteren Stunden wurden dann Einsatzszenarien dargestellt, die durch die Teilnehmer gelöst werden mussten.

Hier kam es vor allem auf die sichere Handhabung von Abdichtmaterialien und Geräte zum auffangen und abpumpen von Gefahrstoffen an.

Auch das richtige Auslesen und interpretieren von Messungen musste geübt werden.

Nach einem solchen Einsatz müssen die vorgehenden Feuerwehrleute von Rückständen von z.B. Säuren und Laugen befreit werden.

Die sehr zeit- und materialaufwändige Bereitstellung des Dekontaminationsplatzes musste dazu genau so geübt werden, wie die gründliche Reinigung der Einsatzkräfte.

In einer Anderthalbstündigen Abschlussprüfung mussten die Kameradinnen und Kameraden die Leistungen unter Beweisstellen und ihr komplettes Wissen abrufen können.

Sowohl der praktische als auch der schriftliche Leistungsnachweis wurden mit großem Erfolg von allen Teilnehmern bestanden.

Vorne v.l. Lehrgangsleiter Christoph Stefanski, Ausbilderin Sabine Schmitz, Teilnehmer: Nathalie Oehler, Kai Geisler, Dominik Neurath, Tobias Pilz, Thomas Bertram, Ausbilder André Stefanski und Florian Lavista.
Hinten v.l. Teilnehmer Dominik Kochanski, Marcel Benedetti, Tobias Craemer, Sebastian Herbst.