Österreich, genauer gesagt Stumm im Zillertal, war im Mai das Ziel einiger Herner Feuerwehrkameraden. In der kleinen Alpengemeinde fand vom 17. bis zum 20.05.2007 die 17. Internationale Feuerwehrsternfahrt statt. Rund 800 Kilometer von Herne entfernt trafen sich wieder Feuerwehren aus der ganzen Welt.

Diesmal erfolgte die Anreise unserer Sternfahrer im wahrsten Sinne des Wortes sternförmig. Während die ersten Teilnehmer sich bereits am Samstag, 12.05.2007 auf den Weg machten, starteten am Sonntag, den 13.05.2007 um 22:00 Uhr dann von Wanne-Eickel aus die Kameraden mit den Oldtimerfahrzeugen auf den Weg Richtung Alpen.

Mit dem historischen Funkbrückenwagen (MB 0319D), dem LF16 auf Magirus Rundhauber, dem Sonderlöschfahrzeug (MB Eckhauber) und dem nicht ganz so historischen Transit der Jugendfeuerwehr ging es im gemächlichen Tempo (ca. 70km/h) durch die Nacht. Rund 15 Stunden brauchte es, dann konnten die Oldtimer zunächst auf dem Hotelparkplatz, dann neben etwa 250 „Artgenossen“ Platz nehmen. Da alle guten Dinge drei sind machte sich am Mittwoch, den 16.05.2007 die nächste Gruppe auf den Weg, um die Herner Mannschaft zu komplettieren.

Da es nach Ankunft noch einige Tage bis zur Eröffnung der Sternfahrt waren, stand die Eigeninitiative im Vordergrund. In den vielfältigen Angeboten des Sternfahrtbüros waren ausreichend Ziele, die es zu erkunden galt: Während die einen mit der Schmalspurbahn durchs Zillertal nach Mayrhofen oder mit dem Auto nach Rattenberg fuhren, machten sich andere auf den Weg zu den von Andre Heller gestalteten Kristallwelten nach Wattens. Doch immer wieder traf man sich entweder auf der Terrasse des Hotels Riedl bei einer Tasse Tasse Kaffee oder bei einem Eis oder in der Nähe des Festzeltes bei den ausgestellten Oldtimern.

Bei leider nicht ganz idealen Wetterbedingungen wurde die Sternfahrt am Donnerstag mit dem Übergeben und Hissen der Sternfahrerfahne eröffnet.

Viel Mühe hatten sich die Veranstalter gegeben, um den Gästen und Teilnehmern einige tolle Tage zu bereiten und spätestens am Freitag spielte auch das Wetter mit.

Es konnten Feuerwehrdevotionalien aller Art gehandelt und getauscht werden, auf dem Dorfplatz moderne Feuerwehrfahrzeuge besichtigt und getestet werden.

Wem das nicht reichte, der konnte das im Nachbardorf Kaltenbach liegende Fahrzeugwerk eines größeren Feuerwehrfahrzeugherstellers besichtigen.

Überall im Dorf sorgten die zahlreichen angereisten Oldtimergruppen mit ihren restaurierten Fahrzeugen für ein stimmungsvolles Bild. Im großen Festzelt wurde dann jeder Abend in kameradschaftlicher Runde ausgiebig gefeiert.

Traditioneller Programmhöhepunkt ist Samstag, wenn zunächst alle Oldtimer zur großen Rundfahrt aufbrechen. 2007 hieß das Ziel dieser Rundfahrt Mariastein, alle 250 Fahrzeuge rollten mehr oder weniger flott über Bundes-, Land- und Feldstrassen, mal mit mehr, mal mit weniger Problemen an den diversen Steigungen.

So war der historische Konvoi auch noch vollzählig, als er sich schließlich in den Festumzug durch die Gemeinde Stumm zusammen mit den Fuß- und Spielmannsgruppen einreihte.

Da jedoch alles Gute mal ein Ende hat, war am nächsten Tag abreise für die Gruppen der Feuerwehr Herne angesagt. Nachdem noch dem Einhohlen der Sternfahrerfahne beigewohnt wurde, machten sich die Sternfahrer langsam wieder auf den Weg Richtung Herne.

Für die Oldiegruppe stand noch eine abendliche Pause in Bayern auf dem Programm, um am nächsten Nachmittag erholt und mit vielen positiven Endrücken als letzte der Herne Gruppen wieder „im Pott“ anzukommen.

Alle Herner Sternfahrer sagen hier nochmal „Danke!“ an die Organisatoren für eine tolle, abwechslungsreiche Woche in Stumm und grüßen alle Sternfahrer, mit denen wir uns über Feuerwehr und Oldtimer austauschen oder einfach feiern konnten.