Bei Unwettern wie Überschwemmungen oder Stürmen kommt es oft zu einer verstärkten Auslastung der Einsatzkräfte. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie die Unwettervorhersagen beachten und vor einem Unwetter Sicherungsmaßnahmen treffen. Denn so helfen Sie, vermeidbare Einsätze abzuwenden, zumal Sie damit rechnen müssen, dass die Einsatzkräfte bei größeren Unwetterlagen durch die Vielzahl der anderen Einsätze gebunden sein können.

Nachfolgend haben wir einige Tipps zusammengestellt für Verhalten bei Sturm und Überschwemmungen. Beachten Sie auch Hinweise dazu, wann die Feuerwehr zuständig ist.

Bei Sturm:

Bei Sturm- oder Orkanwarnung sollten Sie frühzeitig leichte Gegenstände im Außenbereich gegen Umherfliegen oder Losreißen durch Anbinden, Wegräumen, Beschweren, etc. sichern. Vor allem Zelte, Planen, Bau- und Gartenmaterialien werden oft durch Wind aufgewirbelt. Stellen Sie ihr Auto möglichst nicht unter Bäumen oder nah an Häusern ab, sondern in Garagen oder an freieren Orten.

Aufenthalt im Freien vermeiden!

Vermeiden Sie während eines Sturmes den Aufenthalt im Freien, da Sie leicht durch umherfliegende Gegenstände oder herabfallende Dachziegel und Äste verletzt werden können.

Meiden Sie auf jeden Fall Waldwege und Waldstraßen – Auch wenn Sie im Auto unterwegs sind, können Sie durch einen umstürzenden Baum im Fahrzeug verletzt werden.

Bei Überschwemmungen, Starkregen und Gewittern:

Bereits bevor es zu einem Unwetter und daraus möglicherweise resultierenden Überschwemmungen kommt, können Sie einiges tun, um Schäden zu vermeiden. Überprüfen Sie regelmäßig Wasserabläufe in Kellerräumen und reinigen Sie diese gegebenenfalls. Kontrollieren Sie auch Rückstauventile in Abwasserrohren, Wasserabläufe von Kellertreppen, Terrassen und Balkonen und halten diese laubfrei und sauber. Warten Sie ggf. Ihre eigenen Sumpf- und Tauchpumpen, um diese für den Notfall betriebsbereit zu haben.

Aufenthalt im Freien vermeiden und mit dem Auto tiefe Pfützen meiden!

Vermeiden Sie insbesondere bei starken Gewittern den Aufenthalt auf großen, offenen Flächen und Feldern, unter Bäumen und in Wäldern sowie im Wasser, da hier die Gefahr durch einen Blitzeinschlag besonders hoch ist.

Bei Starkregen sollten Sie Fahrten mit dem Auto vermeiden. Insbesondere meiden Sie überflutete Bereiche! Gelangt Wasser in die Luftansaugung des Autos, kann dies einen kapitalen Motorschaden zur Folge haben – mit Kosten oft über 5.000 Euro! Die Luftansaugung sitzt bei vielen Fahrzeugen sehr tief, so dass schon die Bugwelle auf Scheinwerferhöhe den „Motortod“ bedeuten kann.
Bei Starkregenunwettern bleiben regelmäßig Fahrzeuge – auch LKW – an Brückenunterführungen und Bodensenkungen, oft auch auf Kreuzungen, liegen. Dadurch behindern sie auch die Rettungskräfte…

Hinweis: Für welche Unwetterfolgen ist die Feuerwehr zuständig?

Bitte beachten Sie, dass die Feuerwehr bei Sturmschäden und Überschwemmungen nur zuständig ist, wenn eine gegenwärtige Gefahr für Menschen, Tiere, Umwelt oder Sachwerte besteht bzw. zu bestehen droht.

Wenn z.B. ein Baum in Ihrem Garten umgestürzt ist und von dem Baum keine Gefahr mehr ausgeht, weil er nichts mehr beschädigen kann bzw. sich keine Personen im Garten aufhalten, dann besteht keine gegenwärtige Gefahr; dies wäre kein Einsatz für die Feuerwehr, vielmehr sollten Sie nach dem Sturm einen privaten Fachbetrieb mit der Aufgabe betrauen.

Unter Wasser stehende Keller bei Unwetterlagen können von der Feuerwehr grundsätzlich erst ab einem Wasserstand von 50 Zentimetern oder wenn Öltanks, Elektro- oder Gasanlagen bedroht sind, bearbeitet werden.

Wenn Sie die Hinweise beachten, helfen Sie, die Notrufleitungen für wirklich dringende Notfälle freizuhalten.

Beachten Sie auch die Artikel:

– Notruf, aber richtig!

Aktuelle Unwetterwarnungen finden Sie beim Deutschen Wetterdienst:
http://www.dwd.de/ (externer Link).