Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen

Das Feuer übt seit alters her eine große Faszination auf Erwachsene – besonders aber auf Kinder aus.

Während Erwachsene die Gefahren, die vom Feuer ausgehen können in den meisten Fällen erkennen, gehen Kinder viel unbeschwerter und damit entschieden gefährdeter um.

Die Veröffentlichungen in den Medien melden uns fast täglich ein Feuer, das durch Kinder entstanden ist. Vielfach war die Ursache das unbedachte Hantieren mit dem Feuer. Diesen Erkenntnissen hat der Gesetzgeber Rechnung getragen und die Aufgabe der Brandschutzerziehung im Gesetz über den Feuerschutz und die Hilfeleistung (FSHG) verankert.

Ziel der Brandschutzerziehung in den Kindergärten und Grundschulen ist es, den Kindern die Gefahren des Feuers so früh wie möglich deutlich zu machen.

In einem zwischen Erzieherinnen, Pädagogen und der Feuerwehr abgestimmten Lernprozess sollen sie diese erkennen und bewusst damit umgehen lernen. Denn, was Kinder spielend erlernen, werden sie im späteren Leben auch mühelos beherrschen. Entsprechend diesem Grundsatz ist Ihnen und der Feuerwehr die Aufgabe gestellt, schon sehr zeitig auf das brandschutzgerechte Verhalten der Kinder einzuwirken.

Die Feuerwehr Herne hat mit der Einrichtung des Arbeitskreises Brandschutzerziehung auf die Bitten der Kindergärten nach einer qualifizierten Unterstützung reagiert.
Zu diesem Arbeitskreis gehören mit Mike Schlemminger sowie Markus und Heinrich Lakomy auch drei Kameraden des Löschzuges Herne-Mitte als „ständige“ Mitglieder an. Unterstützt werden sie bei den Besuchen in den einzelnen Einrichtungen meist von Daniel Brömme oder einem anderen Maschinisten des Löschzuges. In vielen Kindergärten konnte somit in den vergangenen Jahren Hilfestellung bei den von Ihnen übernommenen Aufgaben gegeben werden.

Ein wichtiger Schritt zu einer umfassenden Betreuung und zur Unterstützung einer fundierten Arbeit wurde durch die Westfälische Provinzial Versicherung – in enger Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und Feuerwehrverbänden – das „Fridumobil“ entwickelt.
Hierbei handelt es sich um ein Holzauto, dass neben dem äußeren Erscheinungsbild als Feuerwehrfahrzeug, zusätzlich eine Broschüre mit Ideen und Anregungen für die Arbeit zum Thema Brandschutzerziehung, Arbeitsmaterialien sowie die Handspielpuppe „Fridulin Brenzlig“ und eine Löschdecke enthält.

Analog zu dem „Fridumobil“ wurde für die Grundschulen die „Feuerideenkiste“ entwickelt und wiederum von der Westfälische Provinzial Versicherung finanziert. Hier wurde dem Alter der Kinder (vom ersten bis zum vierten Schuljahr) Rechnung getragen und der Inhalt entsprechend umfangreicher und anspruchsvoller gestaltet.

So befindet sich darin zu jedem Schulthema in Grundschulen, vom Mathematikunterricht bis zur Religionslehre, fachbezogenes Material zum Thema „Feuer“.

Die von uns durchgeführte Arbeit in den einzelnen Einrichtungen findet nach den Pressemitteilungen nicht nur Anklang, sondern macht den Beteiligten – ob den Kindern oder auch uns Feuerwehrmännern – gleichermaßen Spaß!