Mit Feuerwehroldtimern zu den Internationalen Feuerwehrsternfahrten

Als der Stadtfeuerwehrverband Herne e.V. die Teilnahme an der 14. Internationalen Feuerwehrsternfahrt 2001 plante, war es schon für einige Kameraden ein kleines Jubiläum, denn hierhin führte im Jahre 1991 der Weg einiger Kameraden des Löschzuges Baukau, die danach die Idee im Stadtverband bekannt machten.

Bei der Fahrt 1993 nach Guyla/Ungarn, an der dann schon 18 Kameraden aus verschiedenen Löschzügen (von unserem Löschzug zwei Kameraden) teilnahmen, wurde auch für die Oldtimerfreunde des Löschzuges In der Wanne der „Stein ins rollen gebracht“.

Es folgte neben der jeweiligen Fahrt des Stadtfeuerwehrverbandes die selbstständige Teilnahme mit Oldtimern an den Sternfahrten in den Jahren 1995 (Meppen), 1997 (Ebeltoft) 1999 (Krumpendorf) und 2001 (Bruneck). An allen Fahrten des Löschzuges In der Wanne wurde der Löschzug Herne-Mitte beteiligt.

Um diese „Idee Feuerwehrsternfahrt“ zu verstehen sei hier einiges aus der Historie aufgezeigt:

Vor 25 Jahren rief der damalige Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Krumpendorf (Kärnten/Österreich), Oberbrandrat Hans Koch, die erste „Internationale Feuerwehrsternfahrt“ ins Leben.

Sportliche Wettkämpfe, feuerwehrspezifische Informationen und kameradschaftlicher Gedankenaustausch sollten der Hauptzweck dieser Sternfahrten sein.

Die Idee von Krumpendorf begeisterte viele Feuerwehrkameraden und die Sternfahrten wurden zur festen Einrichtung.

Bisherige Zielorte waren:

1975 Krumpendorf,Österreich

1975 Krumpendorf,Österreich

1978 Neustadt an der Saale

1981 Küsnacht,Schweiz

1982 Landkreis Kaiserslautern

1984 Krumpendorf,Österreich

1987 Bled, Jugoslawien

1989 Bischofshofen, Österreich

1991 Bruneck,Italien

1993 Guyla, Ungarn

1995 Meppen

1997 Ebeltoft, Dänemark

1999 Krumpendorf,Österreich

2001 Bruneck,Italien

2003 Bad Schlema

2005 Bled, Slowenien

2007 Stumm, Österreich

2009 Guyla, Ungarn

2011 Frankfurt(O)/ Slubice, Polen

Im Jahr 2013 ist St. Kanzian der Ausrichtungsort.

Obwohl, wie die Auflistung zeigt, auch andere Feuerwehren Ziel der Sternfahrten waren, festigte Krumpendorf bald seinen Ruf als Sternfahrerzentrum Europas. So wurde auch das ständige Büro der „Internationalen Feuerwehr-Sternfahrt-Organisation IFSO“ dort eingerichtet, und seit 1993 ist der Krumpendorfer Heinz Kernjak Generalsekretär sowie der Kommandant der FF Krumpendorf, Dr. Dieter Kopper, der derzeitige Präsident der lFSO.

Einer der wesentlichsten Programmpunkte der Sternfahrten ist das Treffen der Feuerwehroldtimer. Die Ausstellung der Fahrzeuge, die obligatorische Oldtimerrundfahrt und die Teilnahme der Oldtimer am Festumzug ist jedes Mal für die Zuschauer und natürlich auch für die Aktiven ein besonderes Erlebnis.

Wer bis dahin noch kein Herz für die alten Fahrzeuge hat, gerät spätestens hier ins schwärmen. Mit viel Liebe gepflegte Handdruckspritzen, Pferdefuhrwerke, die ungewöhnlichsten Fahrgestelle und Löscheinrichtungen, seltene Fahrzeugtypen und viele zur Feuerwehroldie-Szene gehörende Dinge geben sich im Rahmen der Sternfahrten ein begeisterndes Stelldichein. Das großer Idealismus und auch finanzielle Aufwendungen dahinterstecken, verschweigen die meisten Oldtimerfreunde mit einer unglaublichen Bescheidenheit.

Der Austausch von Erfahrungen unter den Fachkundigen direkt am Objekt und die gegenseitigen Hilfestellungen runden das Bild des kameradschaftlichen Treffens ab, wobei auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommt.

Wie schon oben erwähnt nahmen die Löschzüge In der Wanne und Herne-Mitte bereits neumal gemeinsam mit drei Oldtimern und einem Begleitfahrzeug (MTF) an der Sternfahrt teil und befinden sich gegenwärtig in der Planung der Fahrt 2013 nach St. Kanzian.

Die Gruppe besteht voraussichtlich aus 22 Feuerwehrkameraden, der sich wie in den Vorjahren auch einige Frauen der mitreisenden Kameraden anschließen, um gemeinsam „Feuerwehrfamilie“ zu erleben.

Da der Stadtfeuerwehrverband nur die Anmeldekosten übernimmt, werden durch ein Begleitheft und Spenden die anfallenden Kosten reduziert um so eine Teilnahme möglichst vieler engagierter Kameraden – also auch von Schülern, Studenten und Lehrlingen – zu gewährleisten.

Im Gegensatz zu einer normalen Busfahrt ist bei der Marschgeschwindigkeit der Oldies (erfahrungsgemäß max. 55 – 60 km/h) und der Belastung der Maschinisten bei längeren Strecken (Bruneck, Krumpendorf) schon aus Sicherheitsgründen eine Übernachtung auf der Hin- bzw. Rückfahrt notwendig.

Bei der Suche nach einer preiswerten Unterkunft für eine Zwischenübernachtung konnten wir bereits zweimal auf die Unterstützung der Traunsteiner Feuerwehrkameraden bauen.

Wie bei jeder Feuerwehrsternfahrt zählt die Teilnahme an den Eröffnungsfeierlichkeiten mit der Übergabe und dem Hissen der Sternfahrerfahne, der Festzug und der Abschlussabend im Festzelt zu den Pflichtveranstaltungen aller Teilnehmer.