Einsatz für die Feuerwehr, ein Zimmerbrand in einem Wohnhaus! Aus Fenstern und Türen dringen beim Eintreffen des Löschzuges dichte Rauchwolken. Ungeschützt in das Haus einzudringen – undenkbar, da für jeden aufgrund des Rauches lebensgefährlich!

Daher verfügt die Feuerwehr schon seit langem über sogenannte Pressluftatemgeräte, kurz auch PA genannt. Hat ein Feuerwehrmann ein solches Gerät angelegt, trägt er seine Atemluft in einer Pressluftflasche auf dem Rücken mit sich und atmet, ähnlich wie ein Taucher, über eine Maske und einen Schlauch (Man spricht daher auch von einem „umluftunabhängigem Atemschutz“).

Das Pressluftatemgerät besteht aus mehreren Teilen, die im Folgendem kurz erläutert werden:

1: Pressluftflasche mit Tragegestell
In der gelben Druckflasche ist der Luftvorrat enthalten, am unteren Ende ist zudem das Flaschenventil angebracht.
Das Tragegestell mit der Rüschenschale bietet einen gewissen Tragekomfort, da die gesamte Ausrüstung rund 12 Kilo wiegt.

2: Überdruckmaske mit Sichtscheibe
Die Maske kann durch eine Gummierung und Zugbänder luftdicht am Gesicht anliegen. Ist das PA angeschlossen, herrscht in ihr stets ein leichter Überdruck, um das Eindringen von Rauchgasen zu verhindern. Am unteren Maskenteil befindet sich die Halterung für den roten Lungenautomaten sowie eine Sprechmembran, damit man sich unter der Maske verständigen kann.  

3: Lungenautomat
Der rote Lungenautomat wird in die Überdruckmaske gesteckt (siehe Foto oben). Er regelt mit einem Ventil die Luftzufuhr in die Maske beim Ein- und Ausatmen und ist daher auch für das charakteristische Geräusch des PA verantwortlich.  

4: Manometer
Das Manometer ist ein äußerst wichtiges Gerät: Es zeigt den verbleibenden Luftdruck in der Druckflasche an, damit die vorgehenden Einsatzkräfte jederzeit über ihren Luftvorrat informiert sind. Sinkt der Druck unter 50 bar, warnt ein schriller Pfeifton aus einem am Manometer angebrachten Ventil den Träger vor dem bevorstehenden Ausgehen der Atemluft.

5: Bebänderung
Mit den Riemen über den Schultern und um den Bauch wird das schwere Pressluftatemgerät fixiert. Dank Schellverschlüssen geht dies in wenigen Sekunden.

Neben diesen Bestandteilen des eigentlichen Gerätes gibt es noch wichtige weitere Ausrüstungsgegenstände, die jeder Feuerwehrmann, der unter Atemschutz vorgeht anlegt:

A: Flammschutzhaube
Um die Ohren und die nicht von der Maske verdeckten Gesichtsteile gegen starke Hitzestrahlung und Flammen zu schützen, wird eine flammenhemmende Stoffhaube über den Kopf und Halsbereich gezogen.

B: Funk- und Helmsprechgarnitur
Damit halten die Feuerwehrleute Verbindung zur „Außenwelt“.
Es besteht neben dem Funkgerät selbst aus einem Head-Set, welches am Helm befestigt ist und einer auch mit Handschuhen zu bedienenden Sprechtaste. (Auf den Foto als gelber, runder Punkt zu erkennen). Das Funkgerät wird in die Brusttasche gesteckt und dort mit einem Klettband gegen Herausfallen gesichert.

Überhose und -jacke
Temperaturen von über 800°C sind bei Bränden nicht ungewöhnlich, daher trägt jede Einsatzkraft, wie auf den Bildern erkennbar, zusätzlich eine spezielle Überhose und eine Überjacke.

Das Tragen der schweren Ausrüstung ist anstrengend. Daher muss jeder Feuerwehrmann regelmäßig ärztlich untersucht werden und eine Leistungsübung absolvieren.

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